Der Hongkong-Halt fällt wegen des Coronavirus aus: Die „Aida Vita“ hält auf der Kreuzfahrt vom 2. bis zum 23. Februar nicht in der Sonderverwaltungszone, sondern fährt stattdessen nach Cai Lan in Vietnam. Eigentlich war der Halt für den 12. und 13. Februar geplant gewesen, das berichtet die „Ostsee-Zeitung“ mit Verweis auf eine Mitteilung der Reederei aus Rostock.

China-Reisende dürfen nicht auf die „Aida Vita“

Passagiere, die in Hongkong an Bord kommen oder das Schiff verlassen wollten, seien kontaktiert worden. Für Gäste, die in den letzten 14 Tagen vor ihrer Aida-Kreuzfahrt nach China gereist sind, kommt es noch dicker: Sie dürfen nicht an Bord!

Als Begründung für die Entscheidung teilte Aida Cruises mit, dass die Gesundheit, die Sicherheit und das Wohlbefinden der Gäste und der Crew oberste Priorität hätten. Die Reederei habe auf allen Schiffen weitere Hygienemaßnahmen eingeführt.

Coronavirus hat Auswirkungen auf Kreuzfahrten

Auswirkungen hatte die Coronavirus-Ausbreitung auch für die rund 7.000 Menschen auf einem Kreuzfahrtschiff der Reederei Costa Crociere. Weil eine chinesische Frau an Bord Fieber und weitere Symptome der neuartigen Lungenerkrankung hatte, durfte zunächst niemand von Bord der „Costa Smeralda“.

Doch die Tests gaben Entwarnung: Es handelte sich nicht um das Coronavirus. Die Reederei strich außerdem China-Kreuzfahrten.

Zahl der Coronavirus-Toten steigt auf 170

Die Zahl der Coronavirus-Toten in der Volksrepublik China steigt indes immer weiter, inzwischen gibt es mehr als 170 Opfer. Insgesamt stieg die Zahl der Erkrankungen bis Donnerstag auf mehr als 8.000 Fälle, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Notstand verkündet.

Auch in Europa gibt es mehrere Infizierte, in Deutschland sind sechs Fälle bekannt. Es handelt sich dabei um Mitarbeiter einer Firma in Bayern sowie ein Kind, berichtet das „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ in seinem Liveblog.