Jedes Flugzeug hat ein Kennzeichen – das steht aber nicht wie beim Auto auf einem Metallschild, sondern ist im Heckbereich auflackiert. Und auch in diesen Buchstabenkombinationen befinden sich einige Hinweise, die etwas über die Herkunft des Flugzeuges und seinen Besitzer verraten.

Denn für die fünfstelligen Buchstabenkombinationen gelten strenge Regeln. Der erste Buchstabe steht für das Land, in dem das Flugzeug registriert ist, zum Beispiel „D“ für Deutschland. Der zweite Buchstabe steht hierzulande für die jeweilige Gewichtsklasse – Flugzeuge mit einem maximalen Startgewicht von mindestens 20 Tonnen erhalten ein „A“, berichtet der „Aerotelegraph“.

Kennzeichen der Boeing 747-400 der Lufthansa.

Das bedeuten die Lufthansa-Codes in Flugzeugkennzeichen 

Der dritte Buchstabe steht bei vielen Airlines, darunter auch die Lufthansa, für den Hersteller des Flugzeugs. Ist der Hersteller Boeing, ist der dritte Buchstabe ein „B“. Der vierte Buchstabe steht in der Regel für den Flugzeugtyp. Ein Airbus A380 erhält ein „M“, eine Boeing 747-400 ein „V“. Eine Boeing 747 der Lufthansa hat beispielsweise das Kennzeichen „D-ABVP“. 

Versteckte Botschaften in Flugzeugkennzeichen

Nur der fünfte Buchstabe kann frei vergeben werden – und das gehen die Airlines unterschiedlich an. Einige verstecken kleine Botschaften oder Anspielungen darin, schreibt der „Aerotelegraph“. Wenn bei Tuifly auf die obligatorischen Buschstaben „D“ und „A“ ein „HL“ folgt, erinnert das an Hapag-Lloyd, das Transportunternehmen, das früher zu Tui gehörte.

Die Buchstaben „TU“ stehen offensichtlich für Tui. Endet das Flugzeugkennzeichen hingegen mit einem „B“, ist die Maschine früher für Air Berlin geflogen. Nicht weniger interessant sind die Abkürzungen von Virgin Atlantic. 

Was haben der Taufname Miss Moneypenny und das Flugzeugkennzeichen SPY gemeinsam?

Die Fluggesellschaft versucht meistens, eine Verbindung zwischen Kennzeichen und Taufname des Fliegers herzustellen.

Die Boeing 787 mit der Registrierung „G-VSPY“ wurde auf den Namen „Miss Moneypenny“ getauft, berichtet der „Aerotelegraph“. Der Clou: „Miss Moneypenny“ ist eine Filmfigur der „James Bond“-Reihe und „spy“ ist das englische Wort für Spion.