Die südafrikanische Fluglinie South African Airways hat auch für den Februar Flugstreichungen bekannt gegeben. Betroffen sind fast 100 Verbindungen, sowohl im Inland als auch vom und ins Ausland. Es handele sich dabei um Strecken mit geringer Nachfrage, heißt es in der Pressemitteilung.

Ausgewählte Linienflüge, die aufgrund der aktuellen Vorbuchungen für Februar nicht stark ausgelastet sind, werden storniert. Damit will die Airline, die in großen finanziellen Schwierigkeiten steckt, Geld einsparen. Bereits im Januar hatte South African Airways unter anderem Flüge zwischen Johannesburg und München über fünf Tage abgesagt.

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100 Flüge abgesagt: Passagiere sollen umgebucht werden

Fluggäste sollen auf andere Linien umgebucht werden. „Wir wollen unseren betroffenen Kunden entgegenkommen und sie auf andere Star-Alliance-Flüge umbuchen. Verspätungen und Unannehmlichkeiten sollen so gering wie möglich gehalten werden“, sagt Finanzchef Philip Saunders laut der Mitteilung. Betroffene Kunden werden gebeten, sich online auf dem Laufenden zu halten. 

Laut der Plattform „Travel SA People“ sind vor allem Flugverbindungen zwischen den südafrikanischen Städten Johannesburg, Durban und Kapstadt betroffen. Aber auch einige Auslandsflüge werden gestrichen, etwa von und nach Washington, D.C./USA, Nairobi/Kenia, Windhoek/Namibia, Kinshasa/Demokratische Republik Kongo und Accra/Ghana

South African Airways hat existenzielle Finanz-Probleme

South African Airways wartete bislang vergeblich auf einen genehmigten Überbrückungskredit des südafrikanischen Staates. Umgerechnet 125 Millionen Euro versprach die Regierung, nachdem die Airline ein Sanierungsverfahren eingeleitet hatte. 

Am Dienstag konnte die Airline nun einen Bankkredit über 215 Millionen Euro aushandeln, doch die Konsolidierung geht weiter. Das Geld soll auch genutzt werden, um einen Rettungsplan zu entwickeln, der Ende Februar den Gläubigern vorgelegt werden soll. 

Zu den bereits bekannten Problemen muss die Fluggesellschaft nun auch damit umgehen, dass Passagiere aufgrund der ungewissen Zukunft auf Buchungen verzichten und zur Konkurrenz wechseln. Der Journalist Alex Hogg postete ein Foto auf Twitter, das leere Sitzreihen zeigt.