Reise-Influencer – das sind doch diese jungen und gut aussehenden Frauen, die in der ersten Klasse um die Welt reisen und sich die teuersten Hotels von ihren Auftraggebern und Sponsoren bezahlen lassen. Oder?

Und dann entsteht vor traumhaften Strandkulissen „ganz zufällig“ das perfekte Foto im Bikini. Das ist doch alles zu perfekt, um wahr zu sein. Aber sind wirklich alle Reise-Influencer so? Und wie viel Geld verdienen sie? 

Wie alt sind Reise-Influencer?

Eine Umfrage von „Once in a Lifetime Media“, einem Unternehmen für Influencer-Marketing, klärt auf. Befragt wurden erfolgreiche Blogger, Instagrammer und Youtuber aus aller Welt – und die Ergebnisse sind ziemlich überraschend!

Der durchschnittliche Influencer ist laut der Umfrage kein 20-jähriges Model, das in der Welt zu Hause ist, sondern eine 37-jährige verheiratete Frau mit festem Wohnsitz. Fast ein Drittel aller Befragten gab an, älter als 40 Jahre zu sein. Außerdem ist die absolute Mehrheit der befragten Influencer weiblich, nämlich 86 Prozent.

Die wenigsten der befragten Influencer sind männlich (nur 14 Prozent).

Mehr als zwei Drittel seien hauptberuflich als Influencer tätig und arbeiteten mindestens genauso viel wie in einem normalen Job. Nur 30 Prozent der Influencer gaben an, weniger als 20 Stunden die Woche zu arbeiten. 

So viel Geld verdienen Influencer wirklich

Und wie sieht’s mit dem Geld aus? Nur jeder zehnte der Influencer verdiene konstant mehr als 9.000 Euro im Monat. 16 Prozent der Befragten hätten ein monatliches Einkommen zwischen 1.800 und 4.500 Euro. Der größte Teil verdiene weniger als 1.800 Euro, 24 Prozent sogar weniger als 450 Euro im Monat.

Das meiste Geld werde laut Umfrage mit gesponsorten Beiträgen verdient. Für Reise-Influencer bedeute das, dass sie ein Foto, ein Video oder einen Artikel in Kooperation mit einer Marke oder einer Firma veröffentlichen und mit einem Link auf ihren Auftraggeber hinweisen.

Reise-Influencer: Doch kein Traumjob?

Influencer bekämen im Schnitt 450 Euro für so einen Beitrag – das hänge allerdings stark von der Reichweite und der Zahl der Abonnenten ab. Viele von ihnen müssten deshalb mehrere Kanäle nutzen, um Geld zu verdienen. Die Vorstellung vom Influencer, der das ganze Jahr über reist und kaum für sein Geld arbeiten muss, sei falsch. 

Die Realität sehe anders aus: Laut Umfrage säßen Influencer viele Stunden am Computer und müssten hart arbeiten, um Inhalte zu produzieren. Die meisten wollten deshalb auch nicht mehr Influencer, sondern „Content Creator“ (deutsch: Inhaltsersteller) genannt werden.