Den Lufthansa-Flug LH 780 von Frankfurt am Main nach Nanjing im Osten von China nutzte auch eine Reisegruppe aus der Volksrepublik. Und ein Mann aus der Gruppe wurde von den örtlichen Gesundheitsbehörden als potenzielles Risiko eingestuft.

Der Grund: Er war vor etwa zwei Wochen auch nach Wuhan gereist, dort hat das neuartige Coronavirus seinen Ursprung, und er zeigte Symptome wie Husten. Fieber hatte der Mann jedoch nicht.

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Ein Lufthansa-Sprecher bestätigte gegenüber dem Branchenportal „Aerotelegraph“, dass die chinesischen Behörden nach der Landung eine medizinische Untersuchung einiger Passagiere angeordnet hatten. Alle Passagiere, die in den drei Reihen vor und den drei Reihen hinter dem Mann mit Symptomen saßen, seien deshalb medizinisch untersucht worden.

Lufthansa-Crew nach Corona-Verdacht auf Rückflug nach Deutschland

Für die Crew bedeutete der Vorfall: Lufthansa ließ sie ohne Aufenthalt umgehend zurück nach Deutschland fliegen, mit Flug LH 781. Denn die Besatzung konnte nicht ohne Weiteres einreisen, unter Umständen hätte sie am Flughafen von Nanjing in Quarantäne gehen müssen.

„Die Kollegen wurden aber wieder freigegeben“, so ein Airline-Sprecher gegenüber dem reisereporter. Der Airbus wird am Abend in Frankfurt erwartet, die Gesundheitsbehörden in Deutschland seien informiert.

Deutschlands größte Airline fliegt aktuell weiter planmäßig von und nach China – man beobachte die Lage jedoch genau, teilt die Lufthansa-Gruppe mit. Passagiere können jedoch kostenlos stornieren oder umbuchen. 

Andere Airlines reagieren deutlich entschiedener auf das Coronavirus: Mehrere Fluglinien, darunter British Airways, streichen sämtliche Flüge in die Volksrepublik.