Jedes Jahr reichen Tausende Fotografen ihre besten Reisefotos beim Wettbewerb „Travel Photographer of the Year“ ein und hoffen auf einen Gewinn in einer der elf Kategorien. Wie jedes Jahr sind unter den Gewinner-Bildern aussagekräftige Motive, spannende Momente und unglaubliche Farbspiele. Der reisereporter stellt dir die Sieger des Jahres 2019 und ihre Fotos vor.

Gesamtsieger: Das ist die beste Reisefotografin 2019

Die große Gewinnerin der „Travel Photographer of the Year 2019 Awards“ heißt Katy Gomez Catalina und kommt aus Spanien. Doch eigentlich ist Katy nur eine Hobby-Fotografin, die viel reist. Die Veterinärmedizinerin hat dank ihres Jobs schon mehr als 60 Länder gesehen und dabei stets die Kamera dabeigehabt.

Dieses Foto brachte Katy Gomez Catalina den Gesamtsieg ein.

Ihre Gewinnerfotos zeigen ein abwechslungsreiches Portfolio in Schwarz-Weiß. Das Bild, das ihr den Sieg einbrachte, zeigt ein Mitglied einer Bevölkerungsgruppe in Uganda, die 1991 aus ihren heimischen Wäldern vertrieben wurde und nun unter modernen Umständen leben muss, die sie nicht verstehen können.

Kategorie: Junge Reisefotografen

Die Gewinnerin unter den jungen Reisefotografen ist gerade einmal elf Jahre alt. Indigo Larmour aus Irland hat die Juroren aber trotz ihres Alters mit einem geschulten Blick durch die Linse begeistert. Die vergangenen zwei Jahre lebte sie mit ihren Eltern in Indien, wo ihre Fotos entstanden sind. Nun wohnt die Familie in einem Wohnmobil und reist von Indien zurück in die irische Heimat.

Aktuelle Deals

Mit Bildern aus Indien gewann die elfjährige Indigo aus Irland in der Kategorie „junge Reisefotografen“.

Eines ihrer Siegerfotos zeigt eine typische Szene des indischen Alltags. Ein Mann bereitet in einem kleinen Geschäft an der Straße in Kolkata Chai-Tee zu. Im Schneidersitz sitzend schüttet er das heiße Getränk mit einer gekonnten Bewegung in hohem Bogen in einen Becher.

Kategorie: Junge Reisefotografen zwischen 15 und 18

Bei den Nachwuchsfotografen zwischen 15 und 18 Jahren gewann Ankit Kumar (16) aus Indien. Der Teenager ist kein Unbekannter für die Juroren des Wettbewerbs. 2016 wurde er bester junger Reisefotograf. Auf seinen Reisen durch Afrika und Asien hat er sich auf wilde Tiere spezialisiert.

Junger Makake auf Borneo.

Eines seiner Sieger-Fotos zeigt einen jungen Affen in Malaysia. Neugierig blickt das Tier in die Linse von Ankit und versteckt sich dabei im dichten Grün des Waldes. Der Makake lebt auf der Insel Borneo und zeigte an diesem Tag seine fotogene Seite für die Kamera.

Kategorie: Junge Reisefotografen unter 14

Der 13-jährige Daniel Kurian ist halb Inder, halb Australier und begann schon im Alter von zehn Jahren zu fotografieren. Momentan wohnt er in Perth, reist aber regelmäßig mit seinen Eltern in die zweite Heimat in Indien. Eines seiner Bilder, das ihm den Sieg bei den Reisefotografen unter 14 einbrachte, zeigt die farbenfrohen Fischerboote in Kerala.

Fischerboote in Kerala, Indien.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Kategorie: Die Kunst des Reisens

In der Kategorie „Die Kunst des Reisens“ konnte sich Paul Sansome aus England durchsetzen. Der Profi-Fotograf verbringt viel Zeit in seinem zweiten Wohnsitz Vietnam, wo viele seiner Werke entstehen. Dabei ist es häufig gar nicht so leicht, das Motiv auf seinen Bildern zu erkennen.

Dieses Foto zeigt ein Fischernetz über der Wasseroberfläche.

Eines seiner Siegerfotos zeigt ein Fischernetz in Hoi An, das über der Wasseroberfläche schwebt und von der Sonne goldgelb beleuchtet wird. Der Profi gibt sogar Fotokurse und bringt seinen Schülern seine Leidenschaft für Detailaufnahmen näher.

Kategorie: Bedrohter Planet

In dieser Kategorie wollen die Juroren Aufnahmen sehen, auf denen bedrohte Arten und Orte unseres Planeten thematisiert werden. Dem Gewinner, Alain Schroeder aus Belgien, ist das gelungen.

Seine Bilder zeigen einen Orang-Utan, der nach dem Aufenthalt in einer Spezial-Klinik in Sumatra wieder ausgewildert wird. Die Affen sind stark vom Aussterben bedroht.

Orang-Utan wird in Sumatra wieder ausgewildert.

Kategorie: Menschen und Kulturen

Trevor Cole aus Irland ist in seinem Leben schon ziemlich weit herumgekommen. Mit seiner Kamera versucht er auf all seinen Reisen die Kultur der Menschen einzufangen und mit seinen Bildern persönliche Geschichten zu erzählen. Auf einer Reise durch den Sudan fotografierte er einen jungen Mann des Mundari-Volks, der sich mit Asche einreibt, um sich vor Insekten zu schützen.

Asche auf der Haut soll vor Insekten schützen.

Kategorie: Nervenkitzel und Abenteuer

Diese Kategorie lässt den Indiana Jones in den Fotografen aufleben. Der Gewinner Brian Clopp aus den USA ist das beste Beispiel dafür. Für seine Foto-Reihe legte er sich in der Wüstenlandschaft von Utah auf die Lauer, um die wilden Onaqui-Pferde vor die Linse zu bekommen.

Im richtigen Moment zeigten die Tiere dann ihre ganze Kraft und bäumten sich machtvoll für das Foto auf. Clopp bearbeitet seine Fotos übrigens nie, er wartet lieber auf das richtige Licht und den perfekten Moment.

Brian Clopp bearbeitet seine Fotos nie.

Kategorie: Abenddämmerung bis Morgengrauen

In dieser speziellen Kategorie dreht sich alles um die Tageszeit. Akzeptiert werden nur Fotos, die zwischen der Abenddämmerung und dem Morgengrauen entstanden sind. Schwierige Lichtverhältnisse sind somit ständige Begleiter der Fotografen. Doch einem hat das überhaupt nichts ausgemacht.

Dieses Foto entstand mithilfe einer Kamera-Falle.

Der Gewinner der Kategorie, Will Burrard-Lucas, hat seine Kamera eines Nachts im Tsavo-West-Nationalpark in Kenia platziert und mit einer Art Bewegungsmelder versehen. Dabei kam ein atemberaubendes Bild eines schwarzen Nashorns zustande, das unter dem nächtlichen Sternenhimmel durch den Park streifte.

Kategorie: Ozeane, Meere, Flüsse und Seen

Der Gewinner dieser Kategorie ist ein echter Star in der Fotografen-Szene. Ignacio Palacios aus Spanien ist Fotograf in dritter Generation, hat mehr als 90 Länder bereist und über 100 Preise für seine Bilder bekommen. Sein Foto des Nationalparks Lençóis Maranhenses in Brasilien schoss er durch die offene Tür eines Flugzeugs.

Dieses Foto wurde aus einem Flugzeug heraus geschossen.

Kategorie: Street Life

Für die Kategorie „Street Life“ müssen die Teilnehmer ein wachsames Auge haben. Während sie durch die Straßen ihrer Reiseziele schlendern, haben sie die Kamera immer griffbereit, um keinen Moment zu verpassen. Das Foto des Gewinners Robin Yong aus Malaysia ist allerdings gestellt. Es soll den Kontrast zwischen Jung und Alt, Rebellion und Weisheit auf den Straßen von Havanna, Kuba, zeigen.

Das Foto soll den Kontrast zwischen Alt und Jung zeigen.

Kategorie: Smart Shot

Die letzte Kategorie für fortschreitende Technik, denn hier dürfen Teilnehmer nur Fotos einreichen, die sie mit ihren Smartphones oder Tablets geschossen haben. Dass die Kameras in den kleinen Geräten mittlerweile unglaublich gut sind, beweist das Gewinner-Foto von Benjamin Shaul. Die Flamingos am Strand von Aruba sind gestochen scharf und unglaublich farbenfroh.

Dieses Foto entstand mit dem Smartphone.