Die Zahlen der mit dem Coronavirus Infizierten in China steigen weiter deutlich an, mehrere Städte in der Provinz Hubei wurden bereits vollständig abgeschottet.

China: Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Hubei

Das Auswärtige Amt gab am Dienstag eine offizielle Teilreisewarnung heraus: „Vor Reisen in die Provinz Hubei wird gewarnt.“ Auch die chinesischen Behörden haben Reisebeschränkungen für Wuhan und andere Städte der Provinz erlassen, eine Ausreise mit Zug, Flug, Bus oder Fähre ist derzeit nicht möglich.

Die deutsche Behörde rät generell dazu, Reisen nach China zu verschieben, wenn das möglich ist. Reiseveranstalter wie Studiosus, Gebeco und DER Touristik reagierten und haben China-Reisen für die nächsten Wochen abgesagt.

Coronavirus breitet sich aus – erster Fall in Deutschland

Und das Coronavirus, das seit Anfang des Jahres in China auf dem Vormarsch ist, hat nun auch Deutschland erreicht. Ein Mann in Starnberg ist infiziert und müsse behandelt werden, berichtet das „RND“. In China selbst sollen mittlerweile mehr als 4.000 Menschen infiziert sein, bisher gibt es mindestens 104 Tote. Auch deutsche Reisevaranstalter reagieren.

Das Coronavirus schränkt die Reisefreiheit in China ein. (Symbolfoto)

Reiseveranstalter streichen China-Reisen

Studiosus hat sämtliche Reisen mit Abreisetag bis zum 15. April gecancelt. Das Unternehmen rechne nicht mit einer zeitnahen Entspannung der Lage und sieht sich deshalb zu diesem Schritt gezwungen. Urlauber, deren Abreise nach China vor dem 1. Juni liegt, können bei Studiosus kostenlos stornieren und umbuchen.

Mit Wartezeiten an Busstationen ist aufgrund von Gesundheitskontrollen zu rechnen.

Gebeco streicht sämtliche Reisen im Februar. Kunden, die einen Urlaub in China bis Ende April gebucht haben, dürfen sich kostenlos eine andere Reise bei dem Veranstalter aussuchen.

DER Touristik bietet Urlaubern an, gebuchte China-Reisen mit Abreisedatum bis zum 31. März kostenlos zu stornieren oder umzubuchen. Abgesagt hat das Unternehmen aber bisher keine Trips in das Land.

Coronavirus: Reisefreiheit stark eingeschränkt

Sollten Urlauber sich trotz der aktuellen Lage für eine Reise nach China entscheiden, müssen sie mit Einschränkungen im öffentlichen Verkehr rechnen. Mehrere Städte in der Provinz Hubei, darunter Wuhan, sind vollständig isoliert. Flughäfen, Bahnhöfe und Busstationen sind abgeriegelt, die Verbindungen eingestellt.

In zahlreichen chinesischen Städten werden Bahnhöfe gesperrt und desinfiziert.

Auch andere Städte außerhalb der Provinz Hubei verschärfen ihre Sicherheitsmaßnahmen und schränken damit die Reisefreiheit ein. In Shanghai und Peking ist der Zugang zu manchen Sehenswürdigkeiten gesperrt, und mit Gesundheitskontrollen im nationalen Reiseverkehr muss gerechnet werden.