„Willkommen im Zeitalter von Social Media“, mit diesen Worten feierte einer der Deutschen die Rettung aus dem Wohnmobil bei Regen und Eis. Die drei Norddeutschen, zwei Männer und eine Frau, waren von einem Reisemobil-Hersteller zu einer Testfahrt am Nordkap eingeladen worden. Die Fahrt endete aber schon nach wenigen Kilometern wegen Eisregen an einem steilen Hang.

Tinder rettet Deutsche aus Wohnmobil

Das Hamburger Unternehmen „Kerkamm“ ließ die drei Deutschen nach Norwegen reisen, um eine werbewirksame Testfahrt mit einem Wohnmobil durchzuführen. Die Reisenden sollten von ihrer Fahrt berichten, Fotos schießen und auf dem Instagram-Account der Firma Werbung für das Gefährt machen, berichtet das „RedaktionsNetzwerk Deutschland“.

Doch die Testfahrt verlief anders als geplant. Nach kurzer Zeit setzte heftiger Eisregen ein, der die Straße in eine spiegelglatte Rutschpartie verwandelte. Das Wohnmobil blieb letztendlich an einem Hang stecken. Zur einen Seite fiel der Berg steil ab. Die Norddeutschen waren sich ihrer misslichen Lage schnell bewusst und versuchten sofort, die Rettungsdienste zu kontaktieren.

Bauarbeiter-Date kommt mit Bulldozer zum Nordkap

Doch die Rettungskräfte konnten anscheinend nicht helfen. Der einzige hilfsbereite Mensch, den die drei ausfindig machen konnten, wollte 1.000 Euro in bar für seinen Einsatz. In ihrer Verzweiflung kamen die Reisenden dann aber auf eine geniale Idee. Die Frau in der Runde legte sich kurzerhand einen Account bei der Dating-App Tinder an und suchte nach möglichen Partnern im unmittelbaren Umkreis der Unfallstelle.

Und siehe da: Innerhalb von nur fünf Minuten hatte sie ein Match mit Bauarbeiter Stian, dem sie schnell ihre Lage erklärte. Der Norweger zögerte keine Sekunde, schwang sich auf seinen riesigen Bulldozer und raste die steile Straße hoch. Am Wohnmobil angekommen, rettete er die drei aus ihrem eisigen Gefährt und brachte sie in Sicherheit. Ob Stian und die gerettete Frau noch auf ein Date gingen, wurde allerdings nicht verraten.