Nachdem an etlichen Flughäfen auf der ganzen Welt verschärfte Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden, um Passagiere mit dem Coronavirus zu identifizieren, erreicht die Krankheit nun auch die Kreuzfahrt-Industrie. Zahlreiche Reedereien kündigten an, Reisende vor dem Boarding untersuchen zu wollen, andere Unternehmen sagten Kreuzfahrten in China gleich ganz ab.

Aktuelle Deals

Reedereien lassen Kreuzfahrten in China ausfallen

Das Unternehmen Costa Crociere reagierte entschlossen auf den Ausbruch des Coronavirus und strich gleich neun Reisen in China. Betroffen sind die Fahrten der „Costa Serena“ am 25. und 31. Januar, der „Costa Neoromantica“ am 25. und 30. Januar und am 2. Februar, der „Costa Atlantica“ am 27. und 31. Januar und der „Costa Venezia“ am 26. Januar und 2. Februar, berichtet das Portal „Cruise Industry News“.

Um an Bord zu kommen, müssen sich Kreuzfahrt-Passagiere bei manchen Reedereien einem Gesundheitscheck unterziehen. (Symbolfoto)

MSC Cruises sah sich auch zu einer Reaktion gezwungen und strich die Fahrt der „Splendida“ am 28. Januar, die in Shanghai ablegen sollte. Laut dem Portal habe auch Royal Caribbean eine Reise mit der „Spectrum of the Seas“ für den 27. Januar abgesagt. Andere Quellen behaupten jedoch, dass die Reederei lediglich Passagieren aus Wuhan den Zutritt zum Schiff verwehren wolle.

Welche Rechte haben Kreuzfahrt-Gäste bei Absage?

In diesem speziellen Fall versprechen sämtliche Reedereien, die Kreuzfahrten absagten, eine vollständige Rückerstattung des Preises. Costa und Royal Caribbean bieten zudem eine kostenlose Umbuchung auf einen anderen Zeitraum in diesem Jahr an. Besonders Reisende aus Wuhan könnten von dieser Regelung Gebrauch machen, denn selbst bei den stattfindenden Kreuzfahrten sollen Bewohner der Stadt zurzeit nicht an Bord gelassen werden.

Die chinesische Regierung schränkte außerdem die Ausflüge der Kreuzfahrt-Passagiere in China stark ein. Es soll ein Verbot für Tourenanbieter geben, die die Reisenden an den Zielhäfen in Empfang nehmen und herumführen. Dieses Verbot würde die Kreuzfahrt-Industrie in China besonders hart treffen, da das Geschäft dort zu einem großen Teil auf solchen Touren basiere, erklärt das Portal.