Lenesha Riley ist 33 Jahre alt – doch auf ihrem Flug von London nach Berlin hatte sie nicht ihren eigenen Reisepass dabei, sondern den ihres kleinen Sohnes Josiah. Verrückt: Weder das Personal am Flughafen London-Luton noch die Easyjet-Crew bemerkten die Verwechslung. Lenesha kam ohne Probleme an Bord der Maschine.

Reisepass-Fail fliegt in Berlin auf

Erst am Berliner Flughafen fiel der Fehler auf, als sie nichts ahned durch die Grenzkontrolle lief. Dort wurde sie gestoppt. Und erst, nachdem ihr ein Verwandter ein Foto des richtigen Reisepasses geschickt hatte, durfte sie einreisen. 

Doch um wieder nach England zurückzukommen, musste die junge Frau ihren Aufenthalt ungeplant verlängern. Denn sie musste erst ihre Cousine bitten, nach Berlin zu kommen, um ihr den richtigen Reisepass zu bringen.

Teurer Spaß: Falscher Reisepass im Gepäck

Dafür kaufte Lenesha ihrer Cousine ein Flugticket für satte 220 Euro. Für ihr eigenes zweites Rückflugticket musste die junge Britin aber nicht bezahlen, das hat Easyjet für sie übernommen.

„Das ist auf jeden Fall ein Sicherheitsrisiko“, sagt sie der britischen Online-Zeitung „The Independent“ und fügt hinzu: „Es ist beängstigend, wenn man überlegt, wer sonst noch mit einem anderen Reisepass in ein Land kommen könnte.“

Aber ein Sprecher des Flughafens London-Luton erklärte: „Zu keinem Zeitpunkt wurde die Sicherheit des Flughafens beeinträchtigt. Die Passagiere und ihr Gepäck werden immer von der Transportbehörde durchsucht. Die Reisepässe werden in der Regel von den Fluggesellschaften überprüft, bevor diese in ein Flugzeug einsteigen. Wir arbeiten mit Easyjet zusammen, um zu verstehen, wie das passieren konnte.“