Simulator macht das Erleben eines Flugzeugabsturzes möglich

Makaber: Simulator macht Erleben von Flugzeugabsturz möglich

Was jeder Flugreisende am meisten fürchtet, macht ein Simulator jetzt erlebbar: einen Flugzeugabsturz. Wer die Kabine betritt, weiß nicht, was er erleben wird – die sichere Landung oder das Unglück.

Tom Szyja
Den Horror eines Flugzeugabsturz können Freiwillige in einer Simulation nachempfinden. (Symbolfoto)
Den Horror eines Flugzeugabsturzes können Freiwillige in einer Simulation nachempfinden. (Symbolfoto)

Foto: unsplash.com/Wenhao Ryan

Todesangst, Panikattacken, Qualen: Warum um alles in der Welt sollte man freiwillig einen Flugzeugabsturz erleben wollen? Ein britisches Unternehmen hat tatsächlich eine makabere Idee umgesetzt. Ein Simulator macht es möglich, diese Katastrophe hautnah nachzuempfinden.

In der Show „Flight“ fühlen sich die Gast-Passagiere wie in einer Boeing 707. Sie werden vom Bordpersonal begrüßt, machen es sich auf einem zugeteilten Sitzplatz gemütlich und erhalten vor dem Start Kopfhörer. Doch spätestens, wenn sie das Safety-Video gesehen haben, werden sie merken, dass nicht alles rundläuft in diesem Flieger.

Video im Absturz-Simulator: Sicherheitsanweisung mal anders

Allerdings besteht auch die Möglichkeit, einen ruhigen Flug zu erleben, die Entwickler erklären dazu: „Es gibt zwei unterschiedliche Realitäten und zwei unterschiedliche Enden der Reise.“ Nicht jeder Passagier muss also zwingend abstürzen bei dieser 30 Minuten dauernden fiktiven Reise. 

Die Entwickler der Show nehmen damit Bezug auf die „Viele-Welten-Theorie“, die grob besagt, dass es mehrere parallel existierende Universen gibt.

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Die Performance findet in einem komplett abgedunkelten Schiffscontainer statt. Dort ist eine Flugzeugkabine originalgetreu nachgebaut. Neben der Dunkelheit soll ein 360-Grad-Soundsystem das Gefühl vermitteln, in einer Maschine zu sitzen, die kurz davor ist, abzustürzen.

Wenn dir die Stewardess sagt, dass du nicht mehr lange leben wirst…

Nicht sehr überraschend, aber die Macher warnen explizit davor, dass Menschen mit schwachen Nerven nicht in den Simulator „Flight“ gehen sollten. Nach einem Erfahrungsbericht des „Guardian“ sollten auch alle Leute, die unter Flugangst leiden, die Performance nicht besuchen.

Bei der Version, in der das Flugzeug abstürzt, wird eine Flugbegleiterin mitteilen, dass der entsprechende Passagier das Unglück nicht überleben wird.

Ab dem 15. Februar ist die Show in Nottingham in England zu Gast, ab dem 28. Februar gastiert sie in London. Zuvor war die Show bereits in Australien und Mexiko aufgebaut. Ob sie nach Deutschland kommt, ist bis jetzt nicht bekannt.

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