Coronavirus in China: Wie gefährlich ist es für Reisende?

Coronavirus in China: Das müssen Reisende wissen

Das Coronavirus breitet sich weiter aus, Reisende sind verunsichtert, Airlines streichen Flüge, Veranstalter ganze Reisen nach China. Was müssen Touristen jetzt beachten müssen, erklärt der reisereporter.

Am Flughafen in der chinesischen Provinz Wuhan finden wegen des Corona-Virus Exit-Screenings statt.
Am Flughafen in der chinesischen Provinz Wuhan finden wegen des Corona-Virus Exit-Screenings statt.

Foto: imago images/Xinhua

Tausende Fälle des Coronavirus sind seit Dezember 2019 in China aufgetreten, inzwischen werden auch Infektionen aus Deutschland und weiteren Ländern in Europa gemeldet, mehr als 100 Menschen starben bereits an der vom Virus ausgelösten neuartigen Lungenkrankheit. Wahrscheinlicher Ursprungsort ist ein Fisch- und Geflügelmarkt in Wuhan, einer Stadt mit elf Millionen Einwohnern. 

Das Auswärtige Amt gab eine Teilreisewarnung heraus: „Vor Reisen in die Provinz Hubei wird gewarnt.“ Auch die chinesischen Behörden haben Reisebeschränkungen für Wuhan und andere Städte der Provinz erlassen, eine Ausreise mit Zug, Flug, Bus oder Fähre ist derzeit dort nicht möglich.

Die deutsche Behörde rät generell dazu, Reisen nach China zu verschieben, wenn das möglich ist. Reiseveranstalter wie Studiosus, Gebeco und DER Touristik reagierten und haben China-Reisen für die nächsten Wochen abgesagt

Wie gefährlich ist eine Reise nach China?

Urlauber, die sich bereits in China aufhalten, sollten sich unbedingt an die Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte halte und gegebenenfalls eine frühere Abreise zu erwägen. Das Auswärtige Amt rät zudem dazu, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen.

Und wer in der nächsten Zeit in das Land reist, sollte sich mit dem aktuellen Nordhalbkugelimpfstoff gegen Influenza impfen lassen, rät die Behörde. Das könne zur Vermeidung unnötiger Verdachtsfälle beitragen.  

Corona-Virus: Darauf müssen China-Reisende achten

Zudem rät das Auswärtige Amt Reisenden zu folgenden Verhaltensweisen:

  • Kontakt mit kranken Menschen und allen Tieren vermeiden.
  • Märkte mit Tierprodukten meiden.
  • Verstärkt auf eine adäquate Handhygiene achten.
  • Bei Fieber und Anzeichen einer Atemwegsinfektion umgehend bei einem Arzt melden.

Generell schätzt die Behörde das Risiko für deutsche Urlauber in Wuhan aber als gering ein. Es gebe bisher keinen Hinweis, dass das Corona-Virus leicht von Mensch zu Mensch übertragen werde.

Corona-Virus hat Auswirkungen auf Flug-Passagiere

Reisende aus Wuhan bekommen den Ausbruch des Virus an mehreren Flughäfen zu spüren: In der chinesischen Provinz selbst müssen Passagiere ein sogenanntes Exit-Screening passieren. 

Wer einen Flug nach China gebucht hat, kommt derzeit nicht mit jeder Airline hin. British Airways beispielsweise hat sämtliche Verbindungen von London nach China gestrichen und die Buchungen eingestellt. Deutschlands größte Airline Lufthansa fliegt weiter, stellt jedoch Mundschutzmasken zur Verfügung. 

Reisende dürfen Flüge nach China kostenlos stornieren

Die Volksrepublik hat außerdem eine Regelung erlassen, die es Reisenden erlaubt, ihre Flüge nach China bis Ende Februar kostenlos zu stornieren.

Nordkorea macht Grenzen wegen Coronavirus dicht

Nordkorea ist einen extremen Schritt gegangtn: Zum Schutz vor dem Coronavirus hat das Land nach Angaben des Tourenveranstalters „Young Pioneer Tours“ die Einreise von ausländischen Touristen verboten. 

„Wenn Sie derzeit für eine unserer Touren nach Nordkorea gebucht sind, werden unsere Mitarbeiter Sie kontaktieren, um weitere Details zu bestätigen“, so der Anbieter aus Nordkorea.

Weitere Details seien noch nicht bestätigt. Auswirkungen hat die Grenzschließung vor allem für Chinesen – sie stellen die größte Anzahl an Touristen in dem Land. 

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