1. Diese Hotels eröffnen im Frühjahr

Obwohl die touristische Infrastruktur in Griechenland schon gut ausgebaut ist, eröffnen auch 2020 wieder zahlreiche neue Hotels. Allein auf Kreta sind sechs Hotel-Neubauten bekannt. Im Südosten der Insel liegt Ierapetra, wo im Mai das Enorme Santanna Beach Resort eröffnen soll. Einige der Zimmer der Vier-Sterne-Anlage haben sogar einen eigenen Pool. Hier wird übrigens auch vegane Kost aufgetischt, schreibt der „Urlaubstracker“. 

Das Pilot Ampora Boutique Hotel ist eine Fünf-Sterne-Anlage in Georgioupolis und soll im April eröffnen. Jüngere Kinder dürfen hier allerdings nicht schlafen, es gibt eine Altersgrenze von zwölf Jahren. In der Nachbarschaft wird im Mai das Pepper Sea Club Hotel mit einer großzügigen Poollandschaft und Fünf-Sterne-Service aufmachen.

In östlicher Richtung findet sich zwischen Rethimno und der Hauptstadt Iraklio ab Mai das Fünf-Sterne-Hotel The Royal Senses. Fünf Pools, Aquafitness und Tanzabende sorgen dafür, dass keinem Gast langweilig wird. 

Auch in Richtung Westküste gibt es zwei neue Hotels: Das Myrion Beach Resort befindet sich zwischen Gerani und Maleme und wartet ab Juni mit verschiedenen Zimmern und Suiten und mehreren Pools auf. Der CHC Galini Palace in Kolymbari ist eine Fünf-Sterne-all-inclusive-Anlage, die im Mai eröffnen wird. Das Hotel ist für Familien ausgewiesen.

Auf Korfu soll im Mai das Hotel Laguna Holiday Resort an den Start gehen. Die All-inclusive-Anlage mit Kinderpool und Spielplatz ist ebenfalls für Familien geeignet. Für Kos und Rhodos hingegen sind noch keine Hoteleröffnungen bekannt. 

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2. Ungewollt zum Schleuser werden

Auch wenn die Flüchtlingskrise in Griechenland keine direkten Auswirkungen für Reisende hat, so doch indirekt: Denn Urlauber sollten aufpassen, sich nicht unfreiwillig zu Schleusern zu machen oder machen zu lassen. Das Auswärtige Amt mahnt vor allem bei Fährüberfahrten zu Vorsicht – wobei Schleuser und Flüchtlinge vor allem versuchen, sich in Lastwagen und Wohnwagen zu verstecken. Sie nutzen insbesondere die Standzeit an roten Ampeln in Hafennähe oder die Gelegenheit bei auf unbewachten Parkplätzen abgestellten Fahrzeugen. 

Das Auswärtige Amt rät, keine Fremden im Fahrzeug mitzunehmen, auch keine Tramper. Wenn doch, sollten sich die Urlauber vergewissern, dass die Person die notwendigen Papiere besitzt. Ansonsten können auch Urlauber wegen Menschenhandels zu langen Haftstrafen verurteilt werden. 

Erst vor wenigen Tagen haben die Behörden in der Ägäis, wo die meisten Flüchtlinge ankommen, bekannt gegeben, dass sie im Jahr 2020 mit 100.000 neuen Flüchtlingen rechnen, die über die Türkei kommen werden. Auch wer mit dem Kreuzfahrtschiff in Griechenland unterwegs ist, kann Auswirkungen spüren: Im vergangenen Juli rettete die „Marella Discovery“ 111 in Seenot geratene Flüchtlinge vor der Peloponnes-Halbinsel.

3. Heftige Strafe fürs Eselreiten

Schon im Oktober 2018 verbot Santorin Menschen, die mehr als 100 Kilo wiegen, auf Eseln zu reiten – denn die Tiere leiden unter der enormen Last. Doch bisher hielten sich die wenigsten an das Verbot, denn ein Strafenkatalog dazu wurde politisch nie verabschiedet. 

Doch nun kommt Bewegung in die Debatte. Nachdem der Sänger Tommy Lee Anfang Dezember das Prozedere anprangerte, gab der griechische Landwirtschaftsminister einen neuen Gebührenkatalog bekannt. Künftig kann es übergewichtige Urlauber bis zu 30.000 Euro kosten, wenn sie sich von einem Esel auf die Berge tragen lassen! Das berichtet die britische „Sun“.

Die Esel werden oft ohne ausreichend Futter und Wasser dazu gezwungen, den ganzen Tag Urlauber 568 Stufen hinaufzutragen – in der prallen Sonne. Tierschützer kritisieren das Verhalten seit Langem. Gerade Urlauber, die schwerer als ein Fünftel des Gewichts des Tieres sind, würden ihnen schaden. Zahlreiche Esel haben deshalb etwa offene Wunden.

4. Kampf gegen Einweg-Plastik

Wie auch beim Thema Rauchen am Strand setzt sich bei der Problematik Plastikverschmutzung das Programm „SeaChange“ dafür ein, dass Anwohner wie Touristen bewusster und nachhaltiger agieren. Ein Pilotprojekt gibt es hierfür auf der Ägäis-Insel Donousa. Dort wird Einweg-Plastik bis 2021 komplett verboten sein, doch schon in diesem Jahr läuft der Übergang dafür, schreibt die „Greek City Times“.

Ein komplettes Plastik-Verbot landesweit ist zwar nicht im Gespräch, doch Urlauber auf Donousa sollten sich darauf einstellen, dass an vielen Ecken für die Thematik sensibilisiert wird. Auf der Insel Sikinos gibt es bereits seit rund zwei Jahren ein Verbot von Einweg-Strohhalmen. 

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5. Status quo beim Thema Gesundheitsvorsorge

Seit 2019 herrscht Masern-Alarm auf Griechenland! Die WHO hat dem Land gemeinsam mit Großbritannien, Tschechien und Albanien den Status „masernfrei“ entzogen. Die „Ärztezeitung“ appelliert deshalb an alle Reisenden, vor allem jene, die vor 1970 geboren sind, Impflücken zu schließen, ehe sie in Gebiete mit Masernerkrankungen reisen. 

In Deutschland wurde jüngst über eine Neuregelung der Organspende diskutiert – doch hierzulande müssen Menschen weiterhin aktiv zustimmen, um nach dem Tod als Organspender infrage zu kommen. Anders in Griechenland: Wer hier, auch als Tourist, verstirbt, muss einer Organentnahme ausdrücklich widersprochen haben, schreibt die „Berliner Morgenpost“. 

6. Touristen-Abzocke

836 Euro für Calamari und Salat auf Mykonos, 82 Euro für acht Softdrinks auf Rhodos, 490 Euro für Nudeln, Steak für 920 Euro oder 713 Euro für zwei Hähnchen-Teller – immer wieder kam es in Griechenland im vergangenen Jahr zu schlimmen Fällen von Touristen-Abzocke. Im Fokus stand dabei die Insel Mykonos. Den Gästen wurden beim Bestellen die Speisekarten vorenthalten, der Schock kam dann mit der Rechnung.

Das Finanzministerium reagierte zwar im vergangenen Sommer und ließ Tausende Razzien durchführen und einige Lokale schließen, aber nach wie vor sollten Urlauber vor allem auf den Ferieninseln vorsichtig sein und sich vor der Bestellung über den Preis informieren. Wird keine Speisekarte ausgehändigt, lieber das Lokal verlassen.

7. Härtere Strafen gegen Raucher

Lange Zeit wurde Griechenland als das raucherfreundlichste Urlaubsziel bezeichnet, doch nun soll sich das ändern. Eigentlich gilt bereits seit rund zehn Jahren ein umfassendes Rauchverbot, doch wirklich verfolgt haben die Behörden es nicht. Seit dem 19. November 2019 wurden die Strafen erhöht – vor allem aber soll es eine stärkere Kontrolle geben. 

Für Reisende besonders relevant: Wer im Auto unterwegs ist und ein Kind unter zwölf Jahren dabeihat, darf im Auto nicht rauchen. Wird der Fahrer oder der Beifahrer trotzdem mit Kippe ertappt, kostet das 3.000 Euro, meldet „t-online.de“. Auch in Bars, Clubs und Tavernen ist das Rauchen untersagt. 

Auf den Kykladen gibt es zudem Bestrebungen, Strände rauchfrei zu machen. Allerdings ist bisher erst ein Strand auf der Insel Serifos rauchfrei: Am Strand Vagia gibt es seit Mai 2019 spezielle Raucherbereiche und Aschenbecher. Allerdings sollen weitere Strände auf den Kykladen folgen, berichtet „griechenland.net“.