Heuschreckenplage in Afrika: Piloten putzen Scheibe im Flug – per Hand

Heuschrecken-Plage: Piloten putzen Scheibe im Flug – per Hand

Ostafrika leidet unter einer Heuschrecken-Plage – davor sind auch Flugzeuge nicht gefeit. Nachdem eine Ethiopian-Airlines-Maschine in einen Schwarm geflogen war, mussten die Piloten die Scheiben per Hand reinigen.

Millionen von Heuschrecken finden sich in einem Schwarm.
Derzeit leiden Äthiopien, Somalia und Kenia unter einer schlimmen Heuschreckenplage.

Foto: imago images/Anka Agency International

Das hätte schiefgehen können: Kurz vor der Landung in Äthiopien ist eine Maschine von Ethiopian Airlines in einen Schwarm Heuschrecken geraten, das hatte heftige Folgen.

Denn es waren so viele Tiere, dass sie nicht nur in die Triebwerke gerieten, sondern auch einen fetten Schleier auf der Windschutzscheibe bildeten. Die Scheibenwischer versagten – und die Piloten konnten nichts mehr sehen! 

Nach einem Bericht des „Aviation Herald“, der sich auf das Protokoll der Piloten beruft, musste die Crew noch während des Fluges reagieren. Die Piloten drehten um, senkten das Flugzeug auf rund 2.500 Meter und öffneten das Seitenfenster. Mit den Händen wischten sie danach einen Teil der Windschutzscheibe frei. Fotos zeigen, wie eingeschränkt das Sichtfeld trotz dieser ungewöhnlichen Maßnahme blieb. 

Piloten putzen Fenster während des Flugs – und leiten Maschine um

Die Crew des Fluges ET 363 brach den Landevorgang in Dire Dawa ab und bat stattdessen um Erlaubnis, die Hauptstadt Addis Abeba anzusteuern. Dort landete das Flugzeug 34 Minuten später.

Alle Passagiere und die Crew kamen wohlbehalten an – das Flugzeug musste allerdings erst einmal elfeinhalb Stunden lang geputzt werden. Bleibende Schäden verursachten die Insekten aber nicht. 

In Ostafrika kämpfen derzeit viele Regionen gegen eine immense Heuschrecken-Plage. Am stärksten betroffen sind Somalia, Äthiopien und der Norden Kenias, wo Schwärme mit mehreren Millionen Tiere die Ernten vernichten, das berichtet das RND.

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