Island: Tote Touristen an berühmtem Flugzeug-Wrack gefunden

Island: Zwei Touristen sterben bei berühmtem Flugzeug-Wrack

Zwei chinesische Touristen sind tot an einer isländischen Touristen-Attraktion gefunden worden, einem 1973 abgestürzten Flugzeug in Sólheimasandur im Süden der Insel. Ihre Körper zeigten Anzeichen starker Unterkühlung.

Zwei chinesische Touristen wurden nahe dem Flugzeugwrack tot aufgefunden.
Das Flugzeug stürzte 1973 in Sólheimasandur ab, heute ist es eine Touristen-Attraktion.

Foto: imago images/Angela Roxel

Zwei junge Touristen aus China sind auf einer Island-Reise ums Leben gekommen. Andere Urlauber fanden zunächst die Leiche einer Frau unweit des berühmten Flugzeugwracks in Sólheimasandur im Süden Islands. Die Frau habe an einem Pfad, der zu dem Wrack führt, gelegen. 

Rettungskräfte, die sofort alarmiert wurden, fanden zwei Stunden später 150 Meter entfernt eine weitere Leiche. Die beiden Toten seien 1997 und 1999 geboren, teilte die Polizei mit. Der Vorfall hat sich laut Mitteilung bereits am vergangenen Donnerstag ereignet. 

Tourismusbehörde appelliert, die Wetterbedingungen zu beachten

Gegenüber der „BBC“ sagte ein Polizeisprecher, dass die Leichen Anzeichen von starker Unterkühlung aufgewiesen hätten. Hinweise, dass die beiden umgebracht wurden, gebe es nicht. Die Körper werden allerdings noch obduziert, um die genauen Todesumstände zu klären, heißt es seitens der Polizei.

Die isländische Tourismus-Behörde erneuerte ihren Appell, dass Touristen auf die Wetterbedingungen achten sollten. Seit einiger Zeit arbeitet das Büro mit Reise-Agenturen zusammen, damit Hotels und Mietwagenanbieter ihre Kunden für das schnell wechselnde Wetter und die bisweilen eisigen Temperaturen sensibilisieren. Das Paar war mit einem Mietwagen unterwegs, der auf dem Parkplatz gefunden wurde. 

Viele Touristen gehen vier Stunden zu Fuß – um teuren Shuttle zu meiden

Das Flugzeugwrack liegt an einer abgelegenen Stelle, vom Parkplatz aus sind es rund zwei Stunden zu Fuß – und auch zwei Stunden zurück. Es gibt zwar einen Shuttle-Bus, doch viele Touristen wollen sich die teure Gebühr dafür sparen und gehen zu Fuß. 

1973 stürzte das US-Militärflugzeug mit fünf Personen an Bord ab, alle Insassen überlebten das Unglück. Seither pilgern Island-Reisende dorthin. Einen Hype erfuhr die Gegend, nachdem US-Sänger Justin Bieber 2015 dort Skateboard fuhr. 

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