Die 8 gefährlichsten Touristenattraktionen der Welt | reisereporter.de

Die 8 gefährlichsten Touristenattraktionen der Welt

Aktive Vulkane, Kriegsgebiete und radioaktive Städte – manche Urlauber lassen sich von nichts abschrecken. Hier kommen die acht gefährlichsten Touristenattraktionen der Welt. Nichts für schwache Nerven!

Vulkanausbruch auf Hawaii.
Auf Hawaii gibt es drei aktive Vulkane – alle sind beliebte, aber auch extrem gefährliche Touristen-Hotspots.

Foto: imago images/Westend61

Viele Reisende wünschen sich einen erholsamen Urlaub, andere wollen sich auf Reisen in gefährlichen Situationen selbst herausfordern. Oft kann es gar nicht krass genug sein. Sogar Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche und Tornados ziehen Adrenalinjunkies an.

Hier kommen acht der gefährlichsten Touristen-Attraktionen für diejenigen, die immer auf der Suche nach dem nächsten Nervenkitzel sind.

1. Victoriafälle in Simbabwe

Die Victoriafälle zwischen Simbabwe und Sambia gehören zu den größten Wasserfällen der Welt – und seit 1989 zum Weltnaturerbe der Unesco. Touristen strömen vor allem zum „Devil’s Pool“ (deutsch: Teufelspool), dem natürlichen Wasserbecken am 100 Meter tiefen Abgrund.

Dort angekommen lehnen sie sich weit über den Rand, um Bilder vom „ultimativen Infinity-Pool“ zu machen. Zwar gab es bisher keine Todesfälle im Pool, doch wirklich sicher ist es nur zwischen August und Januar. Dann trocknet ein Teil des Wasserstands aus und das Felsbecken entsteht.

2. „Todesstraße“ in Bolivien

Die Yungas Road im Westen Boliviens, auch „Todesstraße“ genannt, gilt als die gefährlichste Straße der Welt. Auf der schmalen Einbahnstraße gibt es keine Absperrungen oder Leitplanken. Etwa 100 Menschen sterben jährlich, viele von ihnen werden nie gefunden. Sie liegen verschollen im verwachsenen Dschungel von Yungas.

Trotzdem reisen jedes Jahr mehr als 25.000 Touristen hin. Auf Mountainbikes rasen sie die 65 Kilometer lange Straße hinunter – auf der Suche nach dem absoluten Kick. Wer heile unten ankommen will, braucht viel Geschick, etwas Glück und eine große Portion Mut.

„El Camino della Muerte“ (deutsch: Todesstraße) in Bolivien.
Die „Todesstraße“ zwischen La Paz und Coroico in Bolivien wurde in den 1930ern von Kriegsgefangenen in den Fels gehauen. Foto: imago images/robertharding/Olivier Goujon

3. „Tornado-Jagd“ in den USA

Wolken, Blitze und Tornados – klingt gefährlich, ist es auch. Trotzdem wollen immer mehr Touristen dem Unwetter möglichst nahe kommen, um spektakuläre Fotos vom Sturm zu machen. Viele reisen dafür in die USA nach Okolahoma, denn dort gibt es eine beliebte „Tornado-Jagd-Tour“.

Mit Experten und modernster Radartechnik geht’s im Van durch den US-Bundesstaat im Mittleren Westen, um die Urgewalt der Natur einzufangen. Doch die Gefahr, sich bei der „Tornado-Jagd“ zu verletzen, ist hoch. Im vergangenen Jahr gab es die seit Beginn der Aufzeichnungen höchste Anzahl von Tornados in Oklahoma. Zwei Menschen starben, 29 wurden verletzt.

Touristen auf der Jagd nach dem perfekten Tornado-Foto in Oklahoma.
Touristen auf der Jagd nach dem perfekten Tornado-Foto in Oklahoma. Foto: imago images/Design Pics/Robert Postma

4. Tschernobyl in der Ukraine

Tschernobyl ist seit der Atomkatastrophe 1986 einer der gefährlichsten Orte der Welt. Die intensive Strahlung ist nach wie vor extrem schädlich. Ungeachtet dessen buchen Besucher aus aller Welt Ausflüge in das Sperrgebiet um das explodierte Atomkraftwerk.

In Teilen des Gebiets ist die Strahlung niedriger, deshalb sind Touren mit Guides erlaubt. Bei der Katastrophe kamen laut offiziellen Angaben 31 Menschen ums Leben, doch Tausende sind an den Nachwirkungen der Strahlung gestorben. 

Touristen laufen durch den verlassenen Freizeitpark in Prypjat.
Touristen laufen durch den verlassenen Freizeitpark in Prypjat nur wenige Kilometer vom Unglücks-Reaktor Tschernobyl entfernt. Foto: imago images/Xinhua/Bai Xueqi

5. Kriegstourismus im Irak

Obwohl staatliche Behörden – aufgrund des Bürgerkriegs gegen den IS – Touristen von einer Reise in den Irak abraten, bieten einige Reiseveranstalter Touren durch das Land an. Diese Touren müssen zur Sicherheit immer von mehreren Guides begleitet werden und sind deshalb ziemlich teuer. Außerdem gibt es nur wenige Flüge und Unterkünfte. 

Ein irakischer Soldat in den Ruinen der Altstadt von Mosul.
Ein irakischer Soldat in den Ruinen der Altstadt von Mosul. Foto: imago images/Sebastian Backhaus

Die Zahl der Todesopfer durch Gewalt ist nach wie vor hoch – laut einer inoffiziellen Website wurden im Irak seit 2003 mehr als 200.000 Zivilisten getötet. Touristen müssen sich zudem im Klaren darüber sein, dass ein Besuch des Landes unter anderem zu Schwierigkeiten bei der Beantragung eines Visums für die USA führen kann.

6. Mount Everest in Nepal

Der Mount Everest, der höchste Berg der Welt, ist selbst für erfahrene Bergsteiger eine Herausforderung. Dennoch erreichte die Zahl der Everest-Besteiger im Jahr 2019 eine neue Rekordmarke von 885. Darunter waren auch einige Anfänger – mit dramatischen Folgen: Elf Menschen starben in der vergangenen Klettersaison.

Skurril: Das letzte Jahr, in dem niemand beim Versuch, das „Dach der Welt“ zu erklimmen, starb, war 1977. Viele geben den Menschenmassen, die sich auf der Route zum Gipfel stauen, die Schuld dafür. Deshalb wird die Route oft „death zone“ (deutsch: Todeszone) genannt.

Menschenschlange am Mount Everest.
In den vergangenen Monaten wurden strengere Regeln für die Everest-Anwärter gefordert, unter anderem sollen sie erfahrene Guides engagieren. Foto: imago images/Westend61

7. Yosemite-Nationalpark in den USA

Der kalifornische Yosemite-Nationalpark, insbesondere der „Half Dome“, ist bei Wanderern sehr beliebt. Jedes Jahr besteigen Tausende Touristen den Berg. Und das ist alles andere als einfach: Selbst geübte Wanderer benötigen für die 25 Kilometer lange Wegstrecke und die 1.500 Höhenmeter im Auf- und Abstieg acht bis zwölf Stunden.

Wanderin im Yosmite-Nationalpark.
Der „Half Dome“ ist das Wahrzeichen des Yosemite-Nationalparks. Foto: imago images/Aurora Photos/Rob Hammer

Besonders schwierig sind die letzten 120 Höhenmeter zu bewältigen, weil sie fast senkrecht abfallen. Für Anfänger gibt es auf dieser Strecke Drahtseile, an denen sie sich festhalten können. Trotzdem sind schon Hunderte am „Half Dome“ gescheitert und verletzt am Fuße des Bergs angekommen. Seit 1948 sind zwölf Menschen ums Leben gekommen.

8. Vulkan-Tour auf Hawaii

Der US-Bundesstaat Hawaii hat drei aktive Vulkane, die bei Touristen sehr beliebt sind. Es werden zahlreiche Touren mit Booten oder Hubschraubern angeboten, die aber auch immer ein gewisses Risiko mit sich bringen.

Die Zahl der Todesfälle ist zwar gering, doch die Verletzungsgefahr durch heiße Asche und Lava ist sehr hoch. Vor zwei Jahren schrieb die „New York Times“ von einer „Lava-Bombe“, die ein Touristen-Boot traf und 23 Menschen verletzte. Im vergangenen Jahr fiel ein Tourist mehr als 20 Meter tief in den Krater des Kilauea-Vulkans und verletzte sich dabei schwer, wie „CNN“ berichtet.

Vulkanausbruch auf Hawaii.
Ausbrechende Vulkane bieten einen atemberaubenden Anblick – sind aber auch sehr gefährlich. Foto: imago images/Westend61

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