Es klingt wie aus einem Film: Keisha W. (43) aus Virginia hat sich mit schamlosen Lügen 5,4 Millionen US-Dollar erschwindelt. Sie gaukelte vorwiegend älteren Menschen vor, diese sollten in eine neue medizinische Software investieren. Deren Marktwert würde sich schon bald verdoppeln.

Die vermeintlichen Investoren vertrauten ihr und gaben großzügig Geld. Mehr als 95 Prozent der Geldbeträge, die sie erhielt, flossen allerdings in ihre eigene Tasche. Sie nutzte die horrenden Geldsummen für Luxusreisen und kaufte sich und ihrer Freundin Markenkleidung oder teuren Schmuck, das berichtet die Staatsanwaltschaft von Virginia

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Richterin nennt Verhalten „entsetzlich“

Doch Keisha flog auf und wurde unter anderem wegen Betrugs und Geldwäsche im Januar 2019 zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt – die zuständige Richterin Leonie Brinkema kritisierte die Angeklagte während der Verhandlung scharf und nannte ihr Verhalten „entsetzlich“.

Nun wird die Geschichte vom Sender „CNBC“ in der amerikanischen Serie „American Greed“ nacherzählt.

Nach Urteil: Betrügerin zeigt keine Reue

Auf ihren Reisen residierte die 43-jährige Betrügerin nur in teuren Fünf-Sterne-Hotels oder exklusiven Privatunterkünften – samt privatem Koch. Dekadent!

Einen Urlaub verbrachte sie beispielsweise auf den Bahamas, dort übernachtete sie im Ritz-Carlton, inklusive vier privaten Butlern. Für einen Trip nach Italien gab sie insgesamt 200.000 Dollar aus. In Rom nächtigte sie im Waldorf Astoria Cavalieri. Das Auto, welches sie vom Flughafen abholte, entsprach aber offenbar nicht ihrem „Anspruch von Luxus“ – sie soll sich darüber sogar beim Hotelpersonal beschwert haben.

Zu den Reisen gab’s noch Einkäufe bei Luxusmarken wie Gucci oder Chanel obendrauf, noch bei der Gerichtsverhandlung hatte sie ein 1.800 Dollar teures Portemonnaie dabei. Dieses musste sie zusammen mit Luxusuhren abgeben.

Von Reue jedoch keine Spur, die Betrügerin sagte vor Gericht lediglich: „Ich glaube, ich bin eine gute Person, die ein paar schlechte Entscheidungen getroffen hat.“