Der Vulkan Taal in der Nähe der Hauptstadt Manila ist ein beliebtes Ziel von Touristen, vor allem aufgrund des im Vulkankessel gelegenen Sees samt Insel. Nun ist der Taal am Sonntag ausgebrochen, seither wird die Lage immer bedrohlicher. Am Montag ergoss sich Lava aus dem Hauptkrater, die Gefahr für eine gefährlich Lava-Explosion ist hoch!

Auf der Hauptinsel der Philippinen stieg am Sonntag eine riesige Asche- und Rauchwolke bis zu 15 Kilometer in den Himmel, das berichtet der „Philippine Star“​. Auf Videos und Fotos in den sozialen Netzwerken ist zu sehen, wie Blitze über dem Krater in der Aschewolke zucken. Es handelt sich dabei um Eruptionsgewitter, die infolge der statischen Aufladung bei einem Vulkanausbruch entstehen. 

Taal-Ausbruch: Spektakuläre Bilder zeigen Eruptionsgewitter

Lava-Fontäne schießt aus Taal-Vulkan

Weil die Gefahr einer Lavaeruption besteht, hob das seismologische Institut die Alarmstufe am Sonntagabend (Ortszeit) von zunächst Stufe zwei auf Stufe vier an, das Maximum ist fünf. Konkret bedeutet dass, dass ein gefährlicher Ausbruch binnen Stunden oder Tagen geschehen kann. 

Seit dem Vulkanausbruch am Sonntagmittag (Ortszeit) wurden nach Angaben des Philippine Institute of Volcanology and Seismology (Phivolcs) 144 vulkanische Erdbeben in Batangas und Cavite registriert.

Am frühen Montagmorgen um 3.20 Uhr (Ortszeit) veröffentlichte das Phivolcs Fotos einer Lavafontäne, die aus dem Hauptkrater des Vulkans stieß. 

Zehntausende Menschen sollen Region um Vulkan Taal verlassen

Ein Mensch starb bei einem Verkehrsunfall im Ascheregen, weitere wurden verletzt. Die gesamte Vulkaninsel im See (Volcano Island) wurde am Sonntag umgehend evakuiert, etwa 6.000 Menschen, darunter auch Dutzende Touristen, mussten fliehen. 

Die Behörden leiteten zudem die Evakuierung Zehntausender weiterer Menschen aus nahe gelegenen Küstenorten ein. 200.000 Menschen sollten in der Provinz Batangas in der Nacht und in den kommenden Tagen in Sicherheit gebracht werden. 

Das Ministerium für Tourismus riet zudem allen Urlaubern in den Gebieten der Provinzen Batangas und Cavite, vorsorglich die Rückkehr nach Manila oder in ihre Heimatstädte zu erwägen.  

Flughafen Manila nach Vulkanausbruch gesperrt: Flüge abgesagt

Der Vulkanausbruch beeinträchtigt auch den Flugverkehr auf dem internationalen Airport der Hauptstadt Manila, etwa 50 Kilometer vom Taal entfernt. 

Der Ninoy Aquino International Airport bleibt bis auf Weiteres wegen der Aschewolke gesperrt, ankommende Maschinen werden teilweise zum Clark International Airport in Pampanga umgeleitet. Passagiere sollen sich mit den Fluggesellschaften in Verbindung setzen. 

Selbst in 60 Kilometern Entfernung vom Taal ging Ascheregen auf mehrere Dörfer und Städte nieder. Die Behörden empfahlen den Einwohnern, ihre Häuser nicht zu verlassen und Atemschutzmasken zu tragen. In den Provinzen Batangas und Cavite wurde wegen des Ascheregens für Montag der Schulunterricht abgesagt.

Der Taal ist der zweitaktivste Vulkan auf den Philippinen. Sein letzter Ausbruch war 1977. Die Philippinen liegen auf dem Pazifischen Feuerring. In dieser u-förmigen Zone sind die Erdplatten sehr aktiv, außerdem gibt es dort rund 400 Unterwasservulkane. Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) entstehen 90 Prozent aller Erdbeben in dieser Region.