„Nissomanie“ – mit diesem Wort beschreiben Griechenland-Fans ihre Leidenschaft dafür, das Inselmeer der Griechen zu erkunden. Wer unter der Inselsucht leidet, hat eine Lebensaufgabe vor sich, schließlich gibt es insgesamt 3.054 griechische Inseln.

Aber: Nirgendwo anders kannst du besser von Insel zu Insel reisen als auf den Kykladen, die aus 56 Inseln in der Ägäis bestehen. Doch wo sollst du anfangen und wohin sollst du hüpfen? 7 Tipps fürs perfekte Insel-Hopping auf den Kykladen:

Anzeige: Deine Urlaubsentdecker-Angebote im Überblick

Noch nicht das richtige Angebot dabei gewesen? Hier findest du weitere tolle Deals für deine Griechenlandreise.

1. Ins Inselmeer der Griechen eintauchen

„Es gibt Menschen, für die sind Inseln unwiderstehlich. Allein das Wissen, sich in einer kleinen, vom Meer umgebenen Welt zu befinden, versetzt sie in einen unbeschreiblichen Rauschzustand“, schrieb der britische Schriftsteller und Diplomat Lawrence Durrell vor rund 50 Jahren. Diesen Rauschzustand bezeichnete er als Inselsucht, an der er, wie er betonte, von Herzen gerne leide.

Wenn du wie Lawrence an dieser Sucht leidest, hast du in Griechenland gute Chancen, Entzugserscheinungen zu mildern, denn ein Fünftel der griechischen Bodenfläche besteht aus Inseln! Exakt bedeutet das: Es gibt 3.054 Inseln, 167 davon sind ständig oder zumindest zeitweise bewohnt – und 56 liegen in der Ägäis; im Norden und Westen vom griechischen Festland begrenzt, im Osten von der Türkei, im Süden von Kreta.

Türkisblaues Meerwasser ist in den Buchten der Kykladen häufig zu finden.

Weil man in der Antike dachte, diese Inselgruppe sähe aus, als hätte jemand kleine Kleckse in einem Kreis – griechisch: „Kyklos“ – rund um die heilige Insel Delos in den Ozean gemalt, erhielten sie ihren Namen: Kykladen.

Um alle Inseln zu sehen, brauchst du Zeit – oder übernimmst die Taktik des griechisch-deutschen Autors Johannes Gaitanides: Er bereiste fast alle griechischen Inseln und schrieb in dem Buch „Das Inselmeer der Griechen“ nicht nur über seine Leidenschaft, sondern auch über seine Inselsucht.

Von 167 hat er 164 gesehen, drei also ausgespart – und das aus gutem Grund: „Davon in meiner Kollektion noch drei fehlen – und dabei soll es auch bleiben, um nicht die schöne Krankheit durch Heilung zu gefährden.“

2. Die Wasserwege beim Insel-Hüpfen kennen

Um von einer Insel zur nächsten zu kommen, nimmst du immer den Wasserweg. Die Mehrzahl der größeren bewohnten griechischen Inseln wird rund ums Jahr angefahren, zur Auswahl stehen schnelle Speedboats oder langsame Fähren. Doch sie unterscheiden sich nicht nur bei ihrer Geschwindigkeit, sondern auch beim Preis.

Faustregel: Je schneller, desto teurer ist die Reise. Die Speedboats sind folglich deutlich teurer als die Fähren, dafür sind sie weniger schnell ausgebucht. Du kannst sowohl vor Ort als auch online buchen, aber Achtung: In der Hauptsaison im Sommer gibt es zwar mehr Fährverbindungen, die sind aber rasch voll. Hier lohnt es sich, weiter im Voraus zu buchen.

Wichtig: Fähren und Speedboats sind nicht immer pünktlich. Musst du einen Flug oder eine Anschlussfähre kriegen, plane unbedingt einen Puffer ein.

Traumhafter Sonnenuntergang über dem Meer.

3. Geld sparen beim Insel-Hüpfen

Der erste Trick, um die Kosten beim Insel-Hopping zu reduzieren, ist damit die Entscheidung für die günstigere Fähre und nicht das schnelle Speedboat. Zum Vergleich: Tickets für die Fähre bekommst du zwischen zehn und 30 Euro, auf dem Speedboot kann es bis zu 80 Euro kosten. Außerdem macht es auch viel mehr Spaß und ist gechillter, wenn die Reise über das Wasser nicht zu schnell vorbeigeht.

Idyllischer Sonnenuntergang über dem Hafen von Naxos.

In Sachen Unterkunft spielt deine Reisezeit die wichtigste Rolle. Generell gilt: Die beste Reisezeit für eine Inselhopping-Tour ist zwischen Mai und Oktober. Im Idealfall verzichtest du aber auf die Hauptsaison im Juli und August und kommst in der Vor- oder Nachsaison. Dann sinken die Preise.

In der Nebensaison kannst du ein Bett im Hostel schon ab zehn Euro ergattern oder ein einfaches Hotelzimmer ab 35 Euro. In der Hauptsaison verdoppeln sich die Preise und du musst ordentlich was hinblättern. Klar ist auch: Je bekannter eine Insel, desto höher die Preise. Santorini ist also teurer als Paros.

4. Die Entscheidung treffen: Rundreise oder individuell?

Möchtest du dein Abenteuer alleine schreiben und individuell von Insel zu Insel auf den Kykladen hüpfen? Oder überlässt du die Planung lieber anderen und fühlst dich wohler, wenn du eine organisierte Rundreise machst? Am Ende geht es um deinen Geschmack und deine Art zu reisen.

Wenn du gerne organisierst und planst und es dir Spaß macht, Fahrpläne sowie Landkarten zu studieren und ein Programm zusammenzustellen, wirst du großen Fun beim Insel-Hopping haben. Denn auch wenn es relativ einfach ist, von Insel zu Insel zu reisen, benötigt es ein wenig Fingerspitzengefühl und Sinn für Logistik.

Ist das gar nicht dein Fall, ist eine organisierte Rundreise die bessere Lösung für dich. Dann ist die einzige Entscheidung, die du alleine treffen musst, die nach der idealen Route. Ansonsten wird alles organisiert und du musst nur reisen, anstatt zu planen. Bei einer Rundreise sind nämlich alle Organisationsdinge wie Fähren, Tickets und Hafentransfer inkludiert. So kannst du die Verantwortung abgeben und dich komplett treiben lassen.

Anzeige:Insel-Hopping auf den Kykladen

Zum Angebot

5. Die ideale Insel-Hopping-Route finden

Bei 56 Inseln der Kykladen ist es gar nicht so einfach zu entscheiden, welche der Inseln man sich anschauen möchte. Es gibt viele Möglichkeiten, wichtig ist zu wissen, wie viel Zeit du hast und was du erwartest. Ideal sind zwei Wochen, dann sind mehrere Inseln drin.

Bei nur einer Woche solltest du dich auf zwei bis drei beschränken und dir vorab ein paar Fragen stellen: Möchtest du so viel wie möglich sehen? Oder lieber in den Alltag von einer oder zwei Inseln eintauchen? Möchtest du unentdeckte Seiten der Kykladen aufspüren? Oder die auf Instagram gehypten Inseln abklappern?

Alles kann, nichts muss – einzig die Route musst du festlegen. Bist du dir unsicher, dann versuche, drei unterschiedliche Inseln miteinander zu kombinieren, um so viel Kykladen-Feeling wie möglich aus deinem Urlaub herauszuholen, zum Beispiel von Mykonos nach Paros und Naxos. So hast du drei diverse Inselerlebnisse: die gefeierte Insel Mykonos, die chillige Insel Paros und die größte Kykladeninsel Naxos.

Spaziergänge am Hafen von Mykonos sollte man sich nicht entgehen lassen - Traumhafte Aussichten garantiert!

6. Die beliebteste Route fürs Insel-Hopping auschecken

Die bekannteste und beliebteste Route für das Insel-Hopping startet und endet auf Mykonos. Von hier geht es nach Naxos, Paros und Santorini. So erlebst du vier Inseln in einem Urlaub. Jede von ihnen ist anders, jede von ihnen hat einen eigenen Charme.

Die idyllische Altstadt von Mykonos sind perfekt für einen gemütlichen Spaziergang.

Der Vorteil dieser Route ist, dass du Santorini siehst: Das ist die Insel, die am meisten gefeiert wird. Sie gilt nicht nur als besonders schön, sondern auch als besonders hip.

Nachteil: Overtourism lässt leider grüßen, seit Santorini auf Instagram boomt. Deshalb ist Santorini kein Geheimtipp mehr. Ein Besuch lohnt sich aber in jedem Fall, auch in gehypten Orten wie Oia an der Nordspitze. Im Zweifelsfall gilt das Motto von erprobten Weltenbummlern: Je früher du aufstehst, desto einsamer sind auch von Overtourism befallene Orte wie Santorini.

Ruhiger wird es dann dafür auf Paros, einer jener Inseln, die zwar mittlerweile auch auf dem Radar vieler Urlauber aufgetaucht sind, aber noch authentisch erlebt werden kann. Eben weil das Gros der Urlauber doch lieber auf Mykonos oder Santorini ist.

Und auch auf der größten Insel der Kykladen kannst du den Massen entgehen: Naxos ist längst nicht nur Strand, Stadt und Hafen, sondern viel größer, als man meinen würde. Im Innenland, der sogenannten Tragea, gibt es viele ursprüngliche Dörfer, wo du mehr Insulaner als Touristen treffen kannst, aber dennoch in nicht mal 30 Minuten wieder am Strand bist.

7. Für die Start-Insel Mykonos vorbereitet sein

Dreh- und Angelpunkt beim Insel-Hopping ist fast immer die Insel Mykonos. Hier landen die meisten Flugzeuge. Die Insel verfügt über zwei Häfen. Am alten Hafen von Mykonos kommen Fähren an und legen auch wieder ab, am neuen Hafen kommen die meisten Kreuzfahrtschiffe an.

Schau in jedem Fall genau auf dein Fährticket, damit du zum richtigen Hafen fährst. Beim Insel-Hopping musst du fast immer zum alten Hafen. Vom Flughafen nimmst du am besten ein Taxi. Das dauert nur eine Viertelstunde und kostet etwa 15 Euro.

Die Lage ist super: Der alte Hafen ist direkt im Zentrum von Mykonos-Stadt, sodass du eine ordentliche Dosis Mykonos abkriegst, bevor du wieder weiterziehst. Hast du Zeit, kannst du prima durch die Gassen der Altstadt am alten Hafen schlendern.

Zu sehen ist der wunderschöne Anblick der Altstadt von Mykonos.

Tipp: Du kannst dein Gepäck ganz easy abstellen. Von der Anlegestelle der Fähre gehst du gerade mal 20 Meter hoch zur Straße, direkt zum ersten Lokal. Das Restaurant hat einen Raum für Gepäck und verlangt einen Euro fürs Aufpassen. Dort siehst du auch sofort die Uferfront. Diese führt direkt ins Zentrum von Mykonos und könnte nicht romantischer sein: Kleine Fischerboote schwimmen im Hafen und Restaurants, Shops und Cafés reihen sich malerisch aneinander.

Anzeige: Kreuzfahrt Östliches Mittelmeer und Auszeit am Gardasee

Zum Angebot

Anzeige: Deine Urlaubsentdecker-Angebote im Überblick

Noch nicht das richtige Angebot dabei gewesen? Hier findest du weitere tolle Deals für deine Griechenlandreise.