Kein Wunder, dass Bath bereits seit 1987 zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Schließlich sprudeln hier seit Jahrtausenden die einzigen heißen Quellen Großbritanniens. Schon die alten Römer errichteten hier Badehäuser, und Jahrhunderte später versuchte Queen Anne ihre Gicht im Heilwasser zu kurieren. Vergeblich zwar, dafür wurde Bath „the place to be“, denn hier wurde gefeiert, geflirtet und angebandelt.

Noch heute gleicht Bath mit seinen über 5000 denkmalgeschützten Gebäuden aus typischem sandfarbenem Bath Stone einem Freilichtmuseum. Du kannst auf den Spuren der Kelten, der Römer und der Royals des 18. Jahrhunderts wandeln. Und zum Schluss lässt du deine Eindrücke am besten im schönsten Rooftop-Pool Großbritanniens wirken – gespeist mit wohlig warmem Thermalwasser, reich an 42 Mineralien. 

Baden wie bei den alten Römern.

Aktuelle Deals

Roman Baths: Die Römer und ihre alten Badeanlagen

Als die Römer vor fast 2000 Jahren die britischen Inseln eroberten und die heißen Quellen von Bath vorfanden, taten sie, was zu tun war: Erfahren in Badekultur, legten sie die historischen Thermalbäder an, samt Tempel und Fußbodenheizung. Aquae Sulis, das Wasser der Sonnengöttin Sulis, nannten sie den Ort, der um diese Quellen entstand.

Genutzt bis ins fünfte Jahrhundert, bröckelten die Anlagen später; sie versanken unter Schlamm. Erst 1880 wurden die alten römischen Badeanlagen wiederentdeckt und von Architekten jener Zeit wieder aufgebaut.

Heute kannst du die Roman Baths besuchen (jedoch nicht in ihnen baden) und im dazugehörigen Museum alles über ihre spannende Geschichte erfahren. Plane hierfür reichlich Zeit ein. Auch einen Besuch im angrenzenden pompösen Pump Room solltest du einplanen.

Damals die Kur-Trinkhalle, ist es nun ein Café-Restaurant. Vom Thermalwasser kannst du bis heute kosten. Schlendere von hier aus die Union und die Milsom Street nordwärts – und fröne dem Shopping.

Heute eine beliebte Party-Location: der alte Ballsaal Assembly Room.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Die Assembly Rooms und historische Mode im Fashion Museum

Schon damals, Ende des 18. Jahrhundert, wurden in diesem Ballsaal die wildesten Partys von Bath gefeiert. Gleich zweimal in der Woche trafen „Bathonians“ und zahlreiche Besucher auf riesigen Bällen zusammen und wirbelten tanzwütig übers Parkett. Die Fenster des 1771 erbauten Assembly Rooms sind so hoch angelegt, dass niemand sah, welch wilde Flirtereien hinter diesen Mauern vonstattengingen. 

Bath galt als Heiratsmarkt Nummer eins – zumindest innerhalb der begüterten Gesellschaftsschichten. Noch heute ist der große Ballsaal Baths legendäre Silvesterparty-Location. Bei einem Besuch kannst du ihn unter pompösen Kronleuchtern durchschreiten. Wirf danach einen Blick in die große Kollektion des Fashion Museums und schlüpf – wenn du möchtest – zum Spaß gleich selbst in die schweren Kleider des 17. und 18. Jahrhunderts. 

Darf bei keinem England-Aufenthalt fehlen: die Tea-Time.

Architektur pur – und einen Afternoon Tea im Royal Crescent Hotel genießen

Nur einen Katzensprung von den Assembly Rooms entfernt, findest du dich im kreisrunden, georgianischem Häuserensemble The Circus wieder. John Wood der Ältere, einer der prägendsten Architekten Baths, entwarf diese kreisrunde Anlage Mitte des 18. Jahrhunderts – übrigens mit einem Umfang, so groß wie Stonehenge. 

Entlang der Brock Street, vorbei am exzellenten Restaurant The Circus, gelangst du von hier zügig zu einem weiteren architektonischen Highlight: dem halbmondförmigen Royal Crescent, der sich majestätisch zum Royal Victoria Park hin öffnet.

114 ionische Säulen schmücken die lange, gebogene Fassade der 30 aneinandergereihten Häuser. Haus No. 1 beherbergt ein Museum, das einer Zeitreise in die georgianische Ära gleicht. Und im Haus Nummer 16 wird dir sogleich galant die Tür aufgehalten. Darin befindet sich das gediegene Luxus-Hotel The Royal Crescent. 

Auch wenn du nicht über Nacht bleibst, wirst du im verträumten Garten oder dem The Dower House Restaurant herzlichst empfangen. Meine Empfehlung: Reservier dir einen Platz für einen Afternoon Tea – und freu dich auf eine köstlich bestückte Etagere mit Sandwiches, Scones und Clotted Cream sowie Bath Buns, ein für Bath typisches Hefeteiggebäck mit Zuckerkern. 

Rooftop-Pool vor historischer Kulisse.

Das Beste zum Schluss – auf in den herrlichen Rooftop-Pool

Vom Royal Crescent flanierst du in wenigen Minuten zurück zum Zentrum. Für Literaturfans lohnt sich auf diesem Weg ein Abstecher ins Jane Austen Centre. Auch Baths berühmte Pulteney Bridge, die wunderschöne Bath Abbey und ein Bummel durch den kunterbunten Guildhall Market solltest du mit einplanen, bevor du im modernen Thermae Bath Spa schließlich in die wohlverdiente Tiefenentspannung versinkst.

Du kannst im Minerva Bath einige Runden ziehen, die Saunalandschaft in der Wellness Suite mit allen Sinnen genießen und als Krönung in luftige Höhen tapsen, um in das wohlig warme Thermalwasser des Rooftop-Pools zu steigen. Der Ausblick auf die Türme der Bath Abbey und die Dächer von Bath: einzigartig. Besonders schön ist es hier oben mit den ersten Sonnenstrahlen am frühen Morgen oder den letzten am Abend, wenn sich die Nacht über die schöne Stadt legt.