Es scheint, als würde die Insel ein Geheimnis umgeben. Korfu ist keine typische griechische Insel. Das mag daran liegen, dass die zweitgrößte der Ionischen Inseln exponiert liegt, nahe der albanischen Grenze und südöstlich des italienischen Stiefelabsatzes. Korfu oder Kerkyra, wie es bei den Einheimischen heißt, ist besonders. Besonders grün, besonders schön, besonders divers.

Den Charme der Insel entdeckst du rund um die Küste und in Korfu-Stadt, wo sich wieder zeigt: Korfu ist anders. Griechische Traditionen treffen hier auf italienische, französische und sogar britische Einflüsse. Vielleicht kamen deshalb immer schon Urlauber, Prominente und Regenten, Kaiserin Sisi genauso wie der preußische Kaiser Wilhelm, die alle das erlebten, was auch auf dich wartet: die sieben größten Abenteuer auf Korfu.

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1. Lifestyle und Nightlife in Korfu-Stadt

Das Herz der Insel ist Korfu-Stadt. Hier pulsiert das Leben, tagsüber wie nachts, und viele Korfu-Urlauber kommen in die Altstadt zum Bummeln und Shoppen, aber auch um die vielen Tavernen auszutesten und in der Nacht am Yachthafen zu feiern.

Spazierst du durch die verwinkelten Gassen, merkst du schnell, dass du in keiner typisch-griechischen Stadt bist. Das hat seinen Grund. Weil die Venezianer lange hier waren, gab es auf Korfu nie eine türkische Herrschaft. Das spiegelt sich in der Architektur der Altstadt wider: Sie ist von venezianischen, französischen und sogar britischen Einflüssen geprägt, orientalischer Stil fehlt hingegen gänzlich. Deshalb hat man das Gefühl, in einer Stadt in Italien oder an der Côte d’Azur zu sein und nicht auf einer griechischen Insel.

Die gute Nachricht: Korfu ist eine bezahlbare Insel. Ein einfaches Zimmer findest du schon ab 15 Euro, eine Ferienwohnung am Strand oder in Strandnähe ab etwa 40 Euro und ein besseres Hotelzimmer ab etwa 60 Euro.

Ein romantisches Restaurant in Korfus Altstadt lädt zu einem gemütlichen Dinner ein.

Korfu-Stadt ist klein, kompakt und schnuckelig. Bunte Häuschen mit blühenden Fensterläden und Balkonen ziehen sich durch den Kern, über der Stadt thront eine Festung, rund um die Stadt liegen kleine Stadtstrände. Mittelpunkt ist die Esplanade. Hier reihen sich Restaurants, Cafés und Bars aneinander. In Sachen Food geht es hier hochpreisiger zu.

Die günstigen Tavernen findest du in den kleinen Seitenstraßen. Zur Esplanade komm lieber am Abend: Dann startet hier das Nachtleben in den Cafés und Bars. Danach geht es ins eigentliche Partyzentrum, das in Richtung der Straße nach Kontokálo rund zwei Kilometer westlich der Altstadt liegt, in der Nähe des Yachthafens.

Ein Highlight ist der Markt in Kerkyra. Der Wochenmarkt in der Nähe der Festungsmauer ist zwar nicht riesig, hat aber alles, was du brauchst. Es gibt frischen Fisch genauso wie Obst, Gemüse, Oliven und Olivenöl. Shopping-Tipp: In der Seifenmanufaktur werden unterschiedliche Olivenseifen wie anno dazumal handgemacht und sind das ideale Mitbringsel.

2. Die schönsten Strände auf Korfu

Das Ionische Meer rund um Korfu hat jede Menge Badespaß zu bieten. Eine Besonderheit sind Natur und Farben der Insel: Da Korfu als die grüne Insel bekannt ist, sind auch die Strände von einer üppigen, grünen Vegetation umgeben. Von Korfu-Stadt aus ist es mit dem Mietwagen nicht weit bis an die schönsten Strände der Insel.

Das Partyvolk zieht in den Süden, an den Kavos Beach. Vor allem die Briten haben den Strand als Party-Mekka etabliert. Hier gibt es unzählige Bars, Clubs und Tavernen in Laufnähe zum Strand.

Tipp: Nur zwei Kilometer entfernt kannst du dir am Arkoudilas Beach eine Auszeit vom Feiern nehmen.

Im Norden findest du lange Sandstrände, die vor allem bei Familien beliebt sind. Vor allem Glyfada ist gut besucht. Es gibt genug Liegen und Beach-Betten, viele Tavernen und Restaurants und der Strand verfügt zudem über einen FKK-Abschnitt, der durch Felsen vom Hauptstrand abgetrennt ist. Und falls du es generell ruhiger magst, bist du im Osten von Korfu genau richtig. Hier bieten Gouvia, Dassia und Barbati weiße Sandstrände und kristallklares Wasser.

Der wohl eindrucksvollste Strand auf Korfu ist Issos Beach: weite Dünen, feinster Sand und türkisblaues Meer, soweit das Auge reicht. Besonders cool ist, dass hier wirklich jeder ein Plätzchen für sich findet: Es gibt weite Abschnitte für Sonnenanbeter und Schwimmfreudige genauso wie für Wind- und Kitesurfer. Hier trifft sich auch die LGBT-Szene gerne, aber auch Naturschützer, denn der Weg zum Strand führt durch das Naturschutzgebiet rund um die Korission-Lagune.

Spannend: 1981 stand Roger Moore als James Bond am Issos Beach vor der Kamera: Der 007-Klassiker “In tödlicher Mission” wurde hier gedreht. Im nahen Dorf Pagi kannst du sogar in der „Bond-Bar“ den Streifen auf einer Kinoleinwand sehen.

Spiros Bond 007 Cafe-Bar | Adresse:  Pagi 490 83 | Öffnungszeiten: täglich von 8 bis 0 Uhr

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3. Der beste Viewpoint Kap Drastis

Es wäre kein richtiger Inselurlaub, wenn du nicht den besten Aussichtspunkt suchen würdest, um dein Urlaubsparadies von seiner schönsten Seite zu sehen. Der beste Viewpoint auf Korfu ist aber nicht der höchste Berg, sondern die bekannteste Natur-Sehenswürdigkeit.

Das Kap Drastis liegt im Nordosten der Insel nahe der Dörfer Sidari und Peroulades und bietet dir ein Postkartenmotiv. Von Peroulades aus führt ein beschilderter Weg zum Kap Drastis, schön ist auch die Wanderung von Sidari zum Kap. Ins Meer fallen steile Klippen ab, die sich zu ungewöhnlichen Felsformationen formieren. Zum Strand führt eine schmale Treppe hinab – und dann stehst du vor der schönsten Bucht der Insel: dem Canal d’amour!

Wie der Name verrät, dreht sich hier alles um große Gefühle. Um den Canal d’amour ranken sich viele Legenden. Eine Geschichte erzählt, dass zwei Liebenden, die zusammen bis an das Ende des Kanals schwimmen, ein Leben lang zusammen sein werden. Eine andere sagt, dass am Ende des Kanals die große Liebe auf den Schwimmenden wartet. Hier kommen also sowohl Paare, als auch Singles voll auf ihre Kosten.

Ein malerischer Ausblick auf das Kap Drastis - umgeben von dem strahlend blauem Meer.

4. Wanderung auf den Pantokrator

Kleine Insel, kleiner Berg: Der höchste Berg Korfus bringt es zwar nur auf 910 Meter, kann sich aber trotzdem sehen lassen. Alleine der Name ist beeindruckend: Die Korfioten (ja, so nennt man die Einwohner Korfus tatsächlich) nennen ihren höchsten Berg Pantokratoras, den „Allesbeherrscher“; übrigens ein Wort, das auch für Gott verwendet wird. Schon im 5. Jahrhundert war der Berg Schauplatz heftiger Bürgerkriege.

Auf dem Gipfel thront das Kloster Ypsilos Pantokratoras, das im Jahre 1374 errichtet wurde. Während der Türkenbelagerungen im 16. Jahrhundert wurde es zerstört und im Jahr 1689 von den Bewohnern der umliegenden Dörfer wiederaufgebaut.

Heute kann man das Kloster besichtigen – und jedes Jahr am 6. August feiert man eine Kirchweih und Gläubige aus den umliegenden Dörfern pilgern zum Kloster. An schönen Tagen ist der Weitblick gigantisch: Dann siehst du im Osten das griechische Festland und Albanien, im Süden die ionische Insel Paxos und im Norden die Diapontischen Inseln.

Du kannst entweder mit dem Auto hochfahren oder Teile der Strecke wandern. Da der Weg aber fast nur über Asphaltstraßen führt, ist die Wanderung nicht unbedingt fußfreundlich.

Willst du aktiv im Urlaub sein, gibt es schönere Routen auf der Insel. Zum Beispiel die Wanderung über einen uralten Römerweg mit zahlreichen Aussichtspunkten und dem Endziel bei den beschaulichen Orten Makrades und Krini.

Kloster Ypsilos Pantokratoras | Adresse: Agios Matheos 490 84

Eine der Attraktionen Korfus ist der Pantokratos - der höchste Berg der Insel.

5. Ausflüge nach Paleokastritsa und Angelokastro

Makrades und Krini sind auch ideale Ausgangspunkte, um einen Abstecher zur imposanten „Engelsburg“ Angelokastro zu machen, die wie ein Wahrzeichen über dem Ionischen Meer thront. Viele Touristen strömen hierher, um die Festung zu bewundern.

Über kurvige Serpentinenstraßen und vorbei an den Orten Pagi, Prinylas und Makrades geht es zuerst nach Krini. Von hier spazierst du nur noch wenige Minuten, bis du die Festung im Blick hast. Die Aussicht auf die Insel von hier oben ist ein Traum!

Du solltest aber nicht nur das Panorama genießen, sondern dir auch das Angelokastro anschauen. Das wurde im 13. Jahrhundert als Herrschersitz erbaut und wegen der strategisch guten Lage auf dem hohen Felsen als militärischer Stützpunkt genutzt. Kaum vorstellbar: Als die Insel einst von den Türken angegriffen wurde, hielten sich hier bis zu 3.000 Menschen auf, die Schutz suchten. Der Eintritt kostet 2 Euro.

Ein ähnlich schöner Ausflug führt dich von der Festung ins Kloster und zu einer malerischen Bucht. Paleokastritsa bedeutet „Alter Burgplatz“ und bezieht sich auf die in Sichtweite gelegene Burg Angelokastro, die zwei Trips lassen sich also prima miteinander kombinieren.

Das Gebiet von Paleokastritsa besteht aus zwei Halbinseln und fünf Buchten. Als Highlights gilt das auf der nordöstlichen Halbinsel gelegene, hoch auf einem Felsen thronende Kloster. Die meisten kommen aber doch wegen dem Ambiente: Hier treffen sich raue Klippen mit glasklarem Wasser und weißem Sand. Der Name? Paradise Beach. Und der ist hier Programm.

Von Paleokastritsa muss man ein Boot nehmen (etwa 20 Euro), deshalb ist der Strand auch meist ruhig, da viele die Anfahrt mühsam finden. Es lohnt sich aber: Der Paradise Beach ist weitläufig und bietet Platz und Ruhe, auch FKK ist möglich.

Die türkisblaue Meeresbucht wirkt paradiesisch und lädt ein in ihrem klaren Wasser zu baden.

6. Auf den Spuren von Kaiserin Sissi

Der größte Fan von Korfu besuchte die Insel, als es das Wort Fan noch gar nicht gab: Kaiserin Sisi kam 1861 für eine Kur nach Korfu – und verliebte sich in die Insel. Damals fiel ihr eine verfallene Villa auf, die sie dann von 1888 bis 1891 abreißen und neu aufbauen ließ.

Wobei am Ende keine Villa herauskam, sondern ein Palast im pompejischen Stil: das Achilleion, das sie nach ihrem griechischen Lieblingsheroen Achill benannte. Sisis weißer Marmorpalast liegt etwa sieben Kilometer von Korfu-Stadt auf einer Anhöhe. Schräg: Um einen direkten Zugang zum Meer zu haben, kaufte Sisi alle benachbarten Grundstücke.

Nach Sisi kam dann der nächste Regent auf die Insel: Der preußische Kaiser Wilhelm II. war auch begeistert von Korfu – und kaufte 1907 sogar Sisis Palast und ließ das Achilleon für sich umbauen und umgestalten. Bis zum Ersten Weltkrieg machte er hier jedes Jahr Osterurlaub. Heute ist der Palast ein Museum, in dem es mehrere Einrichtungsgegenstände der Kaiserin und ihres Nachfolgers zu sehen gibt. Der Eintritt kostet 7 Euro.

Tipp: Einen schönen Sonnenuntergang siehst du 13 Kilometer westlich von Korfu-Stadt, hoch über der Bucht von Glifada im kleinen Bergdorf Pelekas. Von hier kannst du hoch zum Aussichtspunkt, dem sogenannten „Thron des Kaisers“, gehen. Der Fels bekam den Namen von Kaiser Wilhelm II., der auch hierherkam, um die Aussicht zu genießen.

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7. Insel-Hopping nach Paros und Antiparos

Falls dich das Inselfieber auf Korfu nicht loslässt, steht Insel-Hopping nichts im Wege. Vor der Küste von Korfu liegen die kleinen Inseln Paros und Antiparos. Hier ist das Leben noch einen Tick beschaulicher als auf Korfu: Du kannst an einsamen Stränden abhängen, in gemütlichen Tavernen essen und den Mikrokosmos einer Mini-Insel spüren. Von Korfu aus gibt es täglich verschiedene Ausflüge nach Paros und Antiparos. Einzig im Hochsommer solltest du verzichten, denn dann sind die kleinen Inseln ziemlich überlaufen.

Auch spannend: Wenn du auf Korfu an der Küste unterwegs bist, entdeckst du immer wieder mal Festland, sowohl das griechische als auch das albanische. Was vielen aber nicht bewusst ist: Nur zwei Kilometer trennen Korfu und Albanien an der engsten Stelle voneinander. Von Korfu gibt es deshalb viele Tagesausflüge nach Albanien, was deinem Insel-Urlaub noch den letzten abenteuerlichen Schliff verleiht.