Bislang war ein Handgepäckskoffer bei der Lufthansa-Tochter Eurowings im Ticketpreis enthalten. Kleine Koffer, die maximal 55 Zentimeter hoch, 40 Zentimeter breit, 23 Zentimeter tief und zehn Kilogramm schwer sind, durften kostenlos mit an Bord. Das galt auch für den Basic-Tarif. Doch das ändert sich: Ab dem 1. September dürfen nur noch kleine Rucksäcke oder Handtaschen mitgenommen werden, die im Fußraum vor dem Vordersitz verstaut werden können.

Die neue Regel soll auch zu weniger Staus an den Handgepäckfächern führen und damit ein schnelleres Ein- und Aussteigen ermöglichen.

In den vergangenen Jahren sind immer mehr Airlines diesen Schritt gegangen, den Anfang machte Ryanair im November 2018. In unserem Überblick erklären wir, bei welchen Airlines Passagiere für das Handgepäck zahlen müssen.

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Bei diesen Airlines kosten Handgepäck-Trolleys Gebühren

Eurowings: Ab dem 1. September 2021 ist für Passagiere mit Basic-Tarif nur noch eine kleine Tasche von bis zu 40 mal 30 mal 25 Zentimetern kostenlos in der Kabine erlaubt. Laut Eurowings entsprechen diese Maße beispielsweise einer Laptoptasche, einer mittelgroßen Handtasche oder einem Business-Rucksack. Zusätzliches Handgepäck kann ab 10 Euro dazugebucht werden. Zugleich erhält man damit auch den „Priority“-Status und kann früher einsteigen. 

Ryanair: Bereits am 1. November 2018 hatte Ryanair die kostenlose Mitnahme von Handgepäckkoffern abgeschafft. Ein Gepäckstück, das unter den Vordersitz passt, darf mitgenommen werden (Maximalmaße: 40 mal 20 mal 25 Zentimeter). Für weitere oder größere Taschen zahlen Reisende zwischen 8 und 10 Euro extra – oder sie buchen für 6 bis 8 Euro den Priority-Tarif, bei dem zwei Handgepäckstücke (kleine Tasche plus Zehn-Kilo-Gepäckstück mit Maximalmaßen von 55 mal 40 mal 20 Zentimeter) inklusive sind. 

Wizz Air: Bei dieser Airline ist nur noch eine Tasche mit den Maximalmaßen von 40 mal 30 mal 20 Zentimetern und maximal zehn Kilo Gewicht zulässig. Wer einen kleinen Rollkoffer mit in die Kabine nehmen möchte, muss Priority dazubuchen. Kostenpunkt: zwischen 4 und 40 Euro bei Onlinebuchung und 25 Euro am Schalter.

Easyjet: Die Airline hat im Februar 2021 neue Handgepäckbestimmungen eingeführt. Seither dürfen alle Passagierinnen und Passagiere nur noch ein kleines Handgepäckstück mit der maximalen Größe von 45 mal 36 mal 20 Zentimeter mitnehmen, es muss unter den Vordersitz passen. Wer einen teureren Sitzplatz vorn oder mit besonders großer Beinfreiheit bucht, darf ein weiteres Gepäckstück mit einer Größe von bis zu 56 mal 45 mal 25 Zentimeter mitnehmen. Die Kosten hierfür liegen zwischen 10,49 und 52,49 Euro pro Platz. Alle anderen müssen Aufgabegepäck hinzubuchen und dafür zwischen 8,99 und 58 Euro zahlen.

Norwegian: Ein Handgepäck-Trolley ist nicht mehr im Low-Fare-Preis inklusive. Zwar darf die Tasche noch immer bis zu zehn Kilogramm wiegen. Sobald sie aber nicht mehr unter den Vordersitz passt, müssen die Passagiere mit Extrakosten rechnen. „Wer einen kleinen Trolley mitnehmen möchte, der in das Gepäckfach über den Sitzen kommt, kann ein bisschen extra zahlen oder eine andere Kategorie buchen“, sagte eine Airline-Sprecherin auf reisereporter-Anfrage. Der Preis dafür liegt zwischen 50 und 90 norwegischen Kronen (umgerechnet 5 bis 9 Euro).

Vueling: Passagierinnen und Passagiere mit dem Basic-Tarif können nur eine kleine Tasche (maximal 40 mal 20 mal 30 Zentimeter groß) unter dem Sitz mitnehmen. Wer mehr mitnehmen will, kann Handkoffer mit einer Größe von bis zu 55 mal 40 mal 20 Zentimeter und einem Maximalgewicht von zehn Kilo kostenlos aufgeben. Oder aber, er oder sie bucht Optima-, Family- oder Timeflex-Tarife, dann darf der größere Handgepäckskoffer mit in die Kabine genommen werden.