Flugzeugabsturz im Iran: Mehr als 170 Menschen sind tot

Flugzeugabsturz im Iran: Mehr als 170 Menschen sind tot

Mit mehr als 170 Personen an Bord ist am Mittwochmorgen ein Flugzeug der Ukraine International Airline kurz nach dem Start in Teheran abgestürzt. Alle Insassen starben bei dem Unglück.

Eine Boeing 737-800 von Ukraine International Airlines in der Luft.
Die Ursache für den Flugzeugabsturz ist noch unklar – auch dass die Maschine abgeschossen wurde, ist nicht ausgeschlossen. (Symbolfoto)

Foto: imago images / Aviation-Stock

Schreckliche Nachrichten aus dem Iran erschüttern am Mittwochmorgen die Welt: Bei einem Flugzeugabsturz gegen 6 Uhr morgens (Ortszeit) sind alle Insassen gestorben. Die Boeing 737-800 war auf dem Weg nach Kiew, als sie kurz nach dem Start am internationalen Flughafen Imam Khomeini am Boden zerschellte.

Unter den Opfern sollen sich entgegen der ersten Angaben doch keine Deutsche befinden. „Wir haben derzeit keine Erkenntnisse, nach denen sich deutsche Staatsangehörige unter den Opfern des Flugzeugabsturzes in Iran befinden“, teilte das Auswärtige Amt mit.

Zunächst hatte der ukrainische Außenminister Wadym Prystaiko auf Twitter mitteilt, dass sich auch drei Deutsche unter den Toten befinden würden. Bei den restlichen Todesopfern sollte es sich seienr Aussage nach hauptsächlich um Iraner und Kanadier handeln, aber auch drei Briten, zehn Schweden, elf Ukrainer (davon neun Besatzungsmitglieder) und vier afghanische Staatsbürger seien unter den Opfern.

Ein Video auf Twitter soll den Absturz der Maschine zeigen, die augenscheinlich wie ein flammender Komet zu Boden stürzte:

Warum die Maschine abgestürzt ist, ist derzeit noch unklar. Die ukrainische Regierung will einen Krisenstab aufstellen, der zu dem Absturz ermittelt. An Bord sollen sich iranischen Medien zufolge 167 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder befunden haben, ukrainische Behörden sprechen von 168 Passagieren.

Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj gedenkt der Opfer

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drückte auf Twitter den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. „Beängstigende Nachrichten aus dem Nahen Osten“, schreibt er in seinem Tweet. „Nach vorläufigen Berichten wurden alle Passagiere und Besatzungsmitglieder getötet.“

Fluggesellschaften reagieren auf die Situation im Nahen Osten

Einige Fluggesellschaften reagieren nun auf die angespannte Lage im Iran und im Irak: Sie streichen vereinzelt Flüge oder ändern ihre Flugrouten, um die Länder nicht zu überfliegen. Darüber informiert unter anderem die Flug-Tracking-Seite „Flightradar24“: 

Auch Lufthansa streicht ihre einzige für heute geplante Verbindung nach Teheran, berichtet unter anderem die „Welt“. Eine Sprecherin erklärte aber, dass es noch keine Entscheidung zu möglichen Flugrouten-Änderungen im Nahen Osten gebe. Das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht erforderlichen Reisen in den Iran ab. 

Flugzeugbauer Boeing teilte auf Twitter mit: „Wir sind uns der Medienberichte aus dem Iran bewusst und sammeln weitere Informationen.“ Der Flugzeugtyp 737-800 absolvierte seinen Erstflug im Juli 1997. Maximal finden in den Maschinen jeweils 189 Passagiere Platz. 

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