Staycation: 7 Tipps für Urlaub in der Heimat | reisereporter.de

Staycation: Mach doch mal Urlaub in der eigenen Stadt

Was wäre, wenn du Urlaub machst, ohne in Urlaub zu fahren? Wenn du daheim bleibst, aber nicht zu Hause bist? Bei einer Staycation gehst du genau dort auf Reisen, wo du lebst. Und trotzdem fühlt es sich anders an.

Zimmeraussicht bei einer Hotelübernachtung.
Eine Hotelübernachtung in der eigenen Stadt? Möglich bei der Staycation.

Foto: Jasmin Kreulitsch

Der Begriff „Staycation“ ist ein Neologismus aus dem Amerikanischen und setzt sich zusammen aus den Worten „stay“ für bleiben und „vacation“ für Urlaub. Gemeint ist also ein Urlaub, den du zu Hause verbringst, anstatt zu verreisen. Eine Staycation versteht sich daher als Reise ohne Anfahrt. Quasi: die Auszeit vor der Haustür.

Warum du eine Staycation planen solltest

Im Alltag sind wir für vieles blind, an dem wir täglich vorbeigehen. Für jeden von uns gibt es Ecken seiner Heimat, die er nicht kennt. Oder eine Liste mit Dingen, die wir uns immer schon mal anschauen wollten.

Aber: Während wir bei einem Citytrip immer hoch motiviert sind, die coolsten Viertel, hippsten Cafés und spannendsten Museen zu sehen, neigen die meisten zu Hause dazu, Aktivitäten wie diese immer weiter aufzuschieben. Bei einer Staycation hast du die Chance, das zu ändern.

Wie du deine Staycation angehst

Als Erstes musst du dich selbst überlisten und den Gedanken aus dem Kopf verbannen, dass ein Urlaub ohne wegzufahren kein wirklicher Urlaub ist. Lass dich auf das Projekt ein und halte es nicht klein, sondern gestalte es groß. Es ist Urlaub!

Du gehst auf Reisen! Endlich wieder unterwegs! Ist diese Botschaft bei dir so richtig angekommen, geht es los. Mit sieben Tipps, wie deine Staycation zum absoluten Erfolg wird.

1. Bereite dich auf die Staycation vor

Was machst du als Erstes, nachdem du den nächsten Citytrip gebucht hast? Richtig, du fängst an, dich einzulesen. Ob auf Instagram oder Pinterest, auf Blogs oder in Reiseführern: Du suchst nach den coolsten Hot-Spots.

Aber hast du das auch schon mal für deine eigene Heimat gemacht? Das Ergebnis kann durchaus spannend sein, denn wenn du dein Zuhause mal genauso intensiv anrecherchierst wie einen Citytrip, hast du garantiert eine lange Liste voller Ideen für deine Staycation.

2. Schau über den Tellerrand hinaus

Planst du deine Staycation, dann am besten dort, wo du sonst nie bist. Wechsel das Viertel in deiner Stadt, suche jene Ecken aus, die du am wenigsten kennst, oder jene, die du immer schon mal genauer kennenlernen wolltest. Wichtig ist, dass du dein alltägliches Umfeld verlässt und über deinen üblichen Tellerrand hinausschaust. 

3. Gönn dir was

Dieses Gefühl kennen wir alle: Der Moment, in dem wir in einem Hotel einchecken und das Zimmer betreten, fühlt sich oft an wie der Startschuss für den Urlaub. Genau dieses Gefühl brauchst du auch bei deiner Staycation. Denn in der eigenen Stadt ins Hotel zu gehen klingt zwar schräg, ist aber eine grandiose Erfahrung.

Und da das Geld für die Anreise komplett wegfällt, kannst du dir auch mal was gönnen. Wo du bei einem Citytrip im Hostel oder günstigen Mittelklassehotel übernachtest, kannst du dir jetzt ein Hotel suchen, das schon lange auf deiner Bucket-List steht.

4. Such das Außergewöhnliche

Wolltest du immer schon mal dieses eine, besondere Hotel austesten? Oder eines buchen, das etwas ganz Besonderes zu bieten hat: den Wellnessbereich im Winter, den Megapool im Sommer? Dann nur zu! Suche das Außergewöhnliche. Google nach den coolsten Boutiquehotels in deiner Gegend. Den schönsten Wellnesshotels. Oder nach Superlativen, die dir Spaß machen könnten: das Hotel mit der besten Aussicht, der höchsten Rooftop-Bar, dem besten Frühstück.

Achte beim Recherchieren zuerst nicht auf die Preise, sondern auf die Erlebnisse. Hast du dann eine Liste mit Hotels, die infrage kommen, kannst du die Zimmerpreise gegenchecken und vergleichen. Tipp: Auch teure Hotels senken die Preise, wenn du unter der Woche kommst. Warum also die Staycation nicht von Sonntag bis Dienstag angehen statt von Freitag bis Montag?

5. Durchbrich alte Muster

Gönnt man sich zu Hause ein gutes Essen, gehen wir meist in dieselben Restaurants. Ein Lieblingsrestaurant ist eine coole Sache, bei einer Staycation geht es aber darum, alte Muster zu durchbrechen und sich auf Neues einzulassen.

Restaurants, die du bereits kennst, sind deshalb tabu. Dasselbe gilt für jede andere Aktivität, die du machen willst: Auf deiner Staycation-Liste dürfen nur Dinge stehen, die du nicht kennst – von der Shoppingrunde übers Museum bis hin zur nächtlichen Bartour. 

6. Lass dich treiben

Im Urlaub geht es aber nicht darum, Listen abzuarbeiten, sondern darum, sich zu entspannen. Das gilt auch bei deiner Staycation. Du hast gar keine Lust, groß herumzurennen? Dann gönn dir Zeit im Hotel und bingewatche deine aktuelle Lieblingsserie. Alles kann, nichts muss.

Denn allein die Tatsache, dass du im Hotel und nicht zu Hause bist, gibt dir schon ein Urlaubsfeeling. Und wenn du dann doch rausgehst und deine Stadt ganz neu erkundest, lass dich auch mal treiben. Schlendere durch die Straßen, biege in kleine Gassen ein und gönn dir die Chance, dich auch mal zu verirren. Denn dann entdeckst du deine Heimat wieder von einer völlig neuen Seite.

7. Erfülle deine „alten“ Wünsche

Du wolltest immer schon mal den Berg vor eurer Stadt erklimmen oder in dem Badesee im nächsten Dorf abtauchen? Den Concept-Store oder Bookshop anschauen, über den alle reden? Du träumst seit Ewigkeiten davon, einen Tag lang nichts anderes zu tun, als in einem Wellnessbereich abzuhängen? Oder diese eine Sehenswürdigkeit in deiner Stadt, die du zuletzt als Kind gesehen hast, endlich genauer zu besichtigen?

Deine Staycation ist auch dazu da, deine alten Wünsche zu erfüllen. Überlege dir, was du immer schon machen wolltest, aber stets aufgeschoben hast, „weil du es eh irgendwann machen kannst“ – und dann zieh los und genieß es, dass deine Staycation dir eine völlig neue Welt zeigt, obwohl du deinen Urlaub zu Hause verbringst, anstatt zu verreisen.

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