Eine Fläche eineinhalbmal so groß wie Belgien ist bereits von den verheerenden Buschbränden zerstört worden. Seit September 2019 lodern die Flammen in Australien, und ein Ende der Katastrophe ist nicht in Sicht. Die Feuer gefährden dabei nicht nur Menschen und Tiere an Land, sondern auch in der Luft.

Qantas-Flugzeug in Rauchwolke durchgeschüttelt

Die Boeing 737 von Qantas hob in Melbourne ab und machte sich auf den Weg in die australische Hauptstadt Canberra. Doch auf dem Weg geriet die Maschine in eine riesige Rauchwolke – entstanden durch die Feuer in den Bundesstaaten Victoria und New Sotuh Wales.

Flugzeug in Rauchwolke in Australien.
Das Flugzeug musste mitten durch eine riesige Rauchwolke fliegen. Foto: imago images/AAP (Symbolfoto)

Passagiere berichten gegenüber dem australischen Sender „ABC“, dass der Himmel zunächst komplett orange wurde und sich dann von einer auf die andere Sekunde pechschwarz färbte. In diesem Moment hätten die Turbulenzen begonnen. Ein Fluggast sei aus seinem Sitz geschleudert worden, andere hätten sich übergeben müssen.

Rauchwolke war für Qantas-Piloten nicht zu sehen

Die Piloten reagierten sofort auf das Wetterphänomen und gewannen schnell an Höhe, um der sogenannten Pyrocumulus-Wolke zu entkommen. Der Flugkapitän machte kurz darauf eine Durchsage und erklärte den verängstigten Passagieren, dass die Rauchwolke auf dem Radar einfach nicht sichtbar gewesen war.

Die Gefahr war jedoch vorbei und die Maschine landete problemlos, wenn auch mit anderthalb Stunden Verspätung, in Canberra.

So entstehen Pyrocumulus-Wolken

Pyrocumulus-Wolken entstehen infolge von Feuerstürmen. In ihnen steigt heiße Luft nach oben, die im Himmel plötzlich schnell abgekühlt wird. Durch die Kondensation formen sich neue Wolken und lassen in Windeseile ganz eigene Wettersysteme entstehen. Zur Sicherheit sagte Qantas nach dem Vorfall sämtliche Flüge von und nach Canberra ab.