Das Ticket gilt eigentlich nur für die zweite Klasse der Deutschen Bahn, die ist aber beim Einstieg schon völlig überfüllt. Grund dafür kann ein ausgefallener Zugteil sein, womit viele Sitzplatzreservierungen wegfallen, ungewöhnlich viele spontan Reisende oder schlicht und einfach der Pendelverkehr. Bahnfahrer kennen dieses Problem...

Haben Fahrägste einen Anspruch auf einen Sitzplatz – wenn nötig, in der Ersten Klasse?

Manche Passagiere nehmen dann für die Fahrt Platz im Bordbistro oder verstopfen die Gänge. Eigentlich eine passende Gelegenheit, um es sich im besseren Abteil der ersten Klasse bequem zu machen und dort zu sitzen – oder? Was sonst tun in dem Fall, dass bei einer gebuchten Fahrkarte alle anderen Plätze belegt sind?

Einfach in die 1. Klasse umsetzen: Auch bei vollen Zügen nicht erlaubt

Die Antwort ist ziemlich simpel und ernüchternd zugleich: Lass das lieber sein. Wer den Preis für die zweite Klasse gezahlt hat, darf sich nicht eigenständig in die erste Klasse umsetzen, teilt die Deutsche Bahn mit. 

Wer das ignoriert, muss sogar mit einem Bußgeld rechnen. Denn streng genommen handelt es sich dabei um die Erschleichung einer Beförderungsleistung, also um Schwarzfahren. Ganz so schlimm wie das Fahren ohne gültigen Fahrschein ist das aber nicht.

Was tun bei überfüllten Zügen?

Allerdings gibt es eine Ausnahme: Bei extrem ausgelasteten Zügen kann es vorkommen, dass die erste Klasse für alle Passagiere freigegeben wird. Am einfachsten ist es, einfach mal nett beim Zugbegleiter nachzufragen oder sich ein Ticket für den Klassen-Übergang zu kaufen.