6 Momente, bei denen du nicht sparen darfst | reisereporter.de

6 Momente, in denen du auf Reisen nie sparen solltest

Es gibt Momente, in denen du bereuen wirst, dass du auf Reisen geizig warst. Welche? 6 Situationen, in denen du klotzen statt kleckern und ausnahmsweise nicht auf dein Reisebudget achten solltest.

Eine Rechnung neben einem Espresso.
Es gibt Momente, in denen Urlauber nicht aufs Geld gucken sollten. (Symbolfoto)

Foto: imago images/MiS

Ein Flug um 5 Uhr morgens, ein ungünstig gelegenes Hotel, ein winziger Mietwagen: Es gibt immer wieder Momente auf Reisen, in denen du Geld sparen kannst, wenn du eine weniger komfortable Entscheidung triffst. Das kann funktionieren – oder auch nicht. Denn tatsächlich ist es so, dass Geiz nicht immer geil ist – und es Momente auf Reisen gibt, in denen du bereuen wirst, dass du an der falschen Stelle gespart hast.

1. Buch nicht immer den billigsten Flug

Menschen sind unterschiedlich. Die einen springen morgens aus dem Bett, die anderen könnten bis mittags schlafen. Den einen genügen wenige Stunden Schlaf, andere beharren auf zehn Stunden. Bei der Flugbuchung sollte man deshalb wissen, welcher Typ man ist. Es kann beispielsweise sein, dass du denkst: „Hurra, ich spare 50 Euro, wenn ich den Flug um 5 Uhr morgens nehme. Ich stehe ohnehin jeden Tag früh zur Arbeit auf, das ist nicht so schlimm!“

Es könnte aber passieren, dass dir Tage nach der Buchung erst klar wird, dass die Sache einen Haken hat. Dass du zum Flughafen und nicht zur Arbeit musst und die Anfahrt dreimal so lange ist – und dein Wecker womöglich schon um 2 Uhr morgens klingelt. Spätestens dann wird dir klar, dass du den ersten Tag deines Urlaubs ohne Schlaf verbringen wirst. Bleibt also die Frage, ob das für dich funktioniert. Wer von sich weiß, dass er ein Morgenmuffel ist oder viel Schlaf braucht, sollte in die 50 Euro investieren und lieber entspannter abreisen.

2. Gönn dir den verfluchten Mittelsitz – nicht.

Keine Frage, jeder freut sich, wenn er ein gutes Flugschnäppchen gemacht hat. In Zeiten von Low-cost-Airlines stehen die Chancen dafür gut, es gibt aber einen Haken: dass die günstigsten Anbieter bei allem, was über die reine Flugleistung hinausgeht, abkassieren wollen. Ob beim Koffer oder dem Sitzplatz: Dann fallen ordentliche Summen an.

Dass du hier sparen willst, ist absolut verständlich, es gibt aber eine Falle, in die viele tappen: Sie investieren nicht in ihren Sitzplatz – und verbringen dann den 10-Stunden-Flug auf dem verfluchten Mittelsitz. Hier zu sparen, ist ein Fehler. Eine Sitzplatzreservierung gibt es schon ab etwa 10 Euro. Das ist gut investiertes Geld, das einen Flug viel schneller und komfortabler vergehen lässt. 

3. Investiere in einen besseren Mietwagenanbieter

Am billigsten ist nicht immer am besten, vor allem wenn es um den Mietwagen im Urlaub geht. Hier ist es wichtig, dass du dir die günstigsten Angebote ganz genau anschaust. Denn im Kleingedruckten lauern oft jene Fallen, die den spottbilligen Preis ausmachen. Stell dir vor, du landest nach einem langen Flug und freust dich, dich in deinen Mietwagen zu setzen – stellst dann aber fest, dass dein günstiger Mietwagenanbieter gar nicht am Flughafen ist, sondern irgendwo im Industriegebiet drumherum.

Anstatt in ein Auto zu steigen und gleich loszufahren, rennst du also erst über die Terminals und suchst einen Mietwagen-Shuttlebus, der möglicherweise kommt – oder auch nicht. Deshalb ist es wichtig, a) das Kleingedruckte zu lesen und b) im Zweifel ein bisschen mehr zu bezahlen und dafür auch mehr Komfort zu bekommen.

4. Spare nicht beim günstigsten Hostelbett

20 Menschen in einem Raum, alle schnarchen, es riecht nach Pumakäfig, die Matratze ist steinhart, das Bad versifft, und ach ja, das Zentrum ist auch eine halbe Stunde entfernt. Wo billig draufsteht, ist bei Hostels leider oft auch billig drin. Was in der Theorie zu Hause vor dem Computer super (billig) klingt, ist in der Praxis am Ankunftsort super scheiße.

Hier kannst du zwar Geld sparen, wirst aber keine ruhige Nacht verbringen. Lieber zahlst du zehn Euro mehr pro Nacht, hast aber eine zentraler gelegene Unterkunft und vielleicht ein 6-Bett-Zimmer, in dem nicht jede Nacht das Grauen zuschlägt. 

5. Buche keine Flüge mit (zu) kurzen Umstiegzeiten

Es klingt so gut: Der Flug in die USA über London ist unfassbar günstig. So günstig, dass du den Flug einfach buchen musst. Der Haken: Die Umstiegzeit ist sehr knapp. Weil du nicht über eine Airline buchst, sondern die Verbindung selbst zusammengesucht hast. Das kann gutgehen – oder auch nicht.

Wenn du mit unterschiedlichen Airlines fliegst, kannst du zwar Geld sparen, verlierst aber auch Sicherheit. Denn während du bei einer Buchung bei nur einer Airline rechtlich abgesichert bist und bei Zeitknappheit auf den nächsten Flug umgebucht wirst, musst du bei einer individuellen Buchung tief in die Tasche greifen. Hier gilt, dass du aus eigenem Verschulden den Anschlussflug verpasst hast.

Da spielt es leider keine Rolle mehr, ob du bei der Buchung 100 Euro gespart hast. Schau dir deshalb immer genau an, wie viel Zeit dir zum Umsteigen bleibt. Und investiere im Zweifel in die teurere Verbindung mit genug Zeit, als das Risiko einzugehen, einen Flug zu verpassen.

6. Gönn dir einen Flughafentransfer

Es gibt Momente auf Reisen, in denen man sein Gepäck verflucht. Nämlich dann, wenn es um den Weg zum Flughafen geht und du dich im ärgsten Chaos wiederfindest: vollbepackt und verschwitzt in einer müffelnden U-Bahn, die du natürlich nur über endlose Treppen erreicht hast. Dass der Weg zur Station durch Menschenmengen und enge Gassen führte, ist auch klar. Ach ja, und natürlich fällt die erste U-Bahn auch aus.

Kommt dir bekannt vor? Dann solltest du dir vielleicht angewöhnen, in diesem Moment einen Plan B anzugehen, der vielleicht ein bisschen mehr kostet, aber eindeutig komfortabler ist. In vielen Großstädten gibt es Busse von Airlines, die direkt zum Flughafen fahren.

Oder du informierst dich vorab über die Preise von Airport-Shuttles und –Taxis. Es kann auch günstig und gemütlich gleichermaßen sein, mit einem „Car2Go“ zu fahren. Das A und O in diesem Fall ist es, dass du dich vorab informierst und alle Möglichkeiten und Preise kennst. Und lieber mal 20 Euro mehr zahlst, aber relaxt am Flughafen ankommst.

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