„Es fühlte sich an, als würde man mir einen Speer direkt in die Ferse stechen“, sagt Lars Lindberg. Was sich da wie ein Speer in seine Haut bohrte, war aber ein Lebewesen: ein Stachelrochen hatte ihn im Thailand-Urlaub gestochen! 

Der Schwede war mit seiner Frau und seinen drei Kindern über Weihnachten in Südostasien, wollte ein wenig Sonne tanken und im Meer planschen. Der Urlaub auf der Insel Phuket endete für den 52-Jährigen aber abrupt, meldet die schwedische Zeitung „Expressen“.

Mit einem gemieteten Boot schipperte die Familie vor Phuket herum und steuerte drei Inseln an. Auf der letzten Insel wollte das Ehepaar an Heiligabend noch ein wenig das Meer genießen, doch nach nur etwa fünf Metern spürte Lindberg etwas an seinem Fuß. „Es tat so schrecklich weh. Was zum Teufel ist da los, dachte ich mir“, sagt Lindberg der Zeitung.

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Rochen sticht Phuket-Urlauber: Meerwasser färbte sich rot

Das Meerwasser um den Mann herum färbte sich rot, „aus meiner Ferse ist nur noch Blut gelaufen. Ich war so verletzt, dass ich nicht mehr gehen konnte“, sagt er. Ihm sei schwindelig geworden und das ganze Bein habe geschmerzt. 

Glück für den Schweden: Einheimische handelten schnell, zogen ihn aus dem Wasser und behandelten ihn mit Zitrusfrüchten. Sie brachten ihn anschließend zu einem Boot, mit dem er zurück nach Phuket gebracht wurde, wo ein Krankenwagen und die Polizei warteten. 

Langsam dämmerte auch Lars Lindberg, dass da etwas nicht ganz so Normales passiert ist. Er wurde, von der Polizei eskortiert, ins Krankenhaus gebracht. „Die Rettungskräfte fragten, ob ich Schmerzen in der Brust habe. Ich habe noch nie in meinem Leben erlebt, dass ein Mensch so schnell gefahren ist.“

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Der Thailand-Urlaub war nach dem Stich des Rochen gelaufen

Glück im Unglück: Der Stachel steckte nicht im Fuß fest, es gab keine Rückstände. „Ich hatte schon früher über Stachelrochen gelesen und wusste, dass es nicht gut wäre, wenn Rückstände bleiben. Das war das Einzige, woran ich gedacht habe“, sagt er. 

Während die Familie die letzten Tage noch Meer und Sonne genießen konnte, war für den Familienvater Ruhe angesagt. Dennoch konnte er planmäßig nach Hause fahren. 

„Ich bin froh, dass es mich getroffen hat und nicht meine Kinder“, sagt der Mann, der mit drei minderjährigen Kindern unterwegs war. „Ich kann den Schmerz ertragen, aber stell dir meine Kinder vor, die einfach ins Wasser springen. Das hätte schlimm enden können.“

Angriffe von Stachelrochen können tödlich sein

Stiche von Stachelrochen sind für Menschen gefährlich. Meistens kommen die Opfer mit großen Schmerzen davon, doch zum einen können sich die Wunden schnell infizieren, zum anderen geht es auch darum, welche Körperstelle gestochen wurde. Auf Tasmanien starb 2018 ein Urlauber, als er beim Schwimmen in den Unterleib gestochen wurde. Berühmtester Stachelrochen-Toter ist der „Crocodile Hunter“ Steve Irwin; ihm stach 2006 ein Rochen ins Herz. 

Lindberg wird nun zwar weiterhin im Meer schwimmen gehen, will aber künftig kontrollieren, was sich auf dem Meeresboden befindet, ehe er ins Wasser geht.