Klimaschutz: ja; selbst auf Urlaubsreisen verzichten: nein. Die Deutschen fahren mehr denn je in den Urlaub und nur die wenigsten befassen sich damit, die Reise möglichst umweltfreundlich zu gestalten. Das ergibt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Reiseverbands (DRV), wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtet. 

Nur 21 Prozent informieren sich überhaupt darüber, wie sie eine Reise möglichst umweltfreundlich gestalten können, und nur 15 Prozent gaben an, dass ihnen dieser Punkt sehr wichtig sei. 65 Prozent der 1000 Befragten sind in den vergangenen drei Jahren mit dem Flugzeug verreist.

Reisen trotz Klimastreik: Die jüngere Generation handelt noch nicht 

Dabei zeigt sich vor allem bei der jüngeren Generation eine Diskrepanz zwischen dem, was sie in der Gesellschaft kundtut, und dem eigenen Handeln, denn je jünger die Person ist, desto häufiger wurde das Flugzeug als Fortbewegungsmittel gewählt. 73 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sind in den vergangenen drei Jahren in den Urlaub geflogen. 

Für den Präsidenten des DRV, Norbert Fiebig, ist laut dem Artikel aber klar, dass das Thema 2020 noch deutlicher in den Fokus rücken werde. Er setzt auf Reisebüros, die dabei helfen, nachhaltige Reisen zu buchen. Das würde auch zu den Aussagen der Befragten passen: Die meisten buchen online oder über Reisebüros, einen Urlaub über künstliche Intelligenzen wie Alexa buchen zu lassen kann sich kaum einer vorstellen. 

Dennoch erwartet die Reise-Branche einen weiteren Zulauf und steigende Umsätze – denn die Deutschen reisen nicht nur gern, sie geben dabei auch viel Geld aus. Auch wenn die Kanaren, Ägypten und die Türkei noch am höchsten im Kurs stehen, sind Fernreisen zunehmend beliebt: Malediven, Südafrika und Kapverden nennt Fiebig gegenüber der „WAZ“.