Geheimtipp: Warum die Insel Thirassia das schönere Santorin ist

Geheimtipp: Warum Thirassia das schönere Santorin ist

Santorin ist vom Massentourismus geplagt. Aber wusstest du, dass es sich dabei eigentlich um mehrere Inseln handelt? Auf Thirassia, nur acht Bootminuten entfernt, findet sich das Flair der 60er-Jahre.

Thirassia gehört offiziell zu Santorin.
Nur acht Bootminuten von Santorin entfernt befindet sich die kleine, noch ursprüngliche Insel Thirassia.

Foto: imago images / Danita Delimont

Weiß getünchte Häuser mit blauen Kuppeln, charmante Kapellen auf Hügeln, dazu eine wundervolle Sicht über die Ägäis – das bietet nicht nur Santorin. Wer den Menschenmassen entfliehen will, findet ein Paradies nur zweieinhalb Kilometer übers Wasser entfernt auf der zu Santorin gehörenden Insel Thirassia. 

2,7 Kilometer breit, 5,7 Kilometer lang – das ist Thirassia in den Kykladen. 320 Einwohner, raue Natur, quasi wie Santorin in den 60er-Jahren, als es noch keinen Massentourismus gab. Ein kleines Boot verkehrt zwischen Ammoúdi bei Oía von der Hauptinsel aus zur kleinen Schwester: Acht Minuten dauert die Überfahrt, sie kostet einen Euro. Zumindest für Touristen, denn für Einheimische ist das Boot kostenlos. Außerdem verkehren Dutzende Ausflugsboote für deutlich mehr Geld.

„Viele fragen sich, wie es sein kann, dass wir keine Auswirkungen vom Tourismus spüren, nur einen Steinwurf von Santorin entfernt“, sagt Jimmy Zacharo der norwegischen Zeitung „VG“. Bis vor Kurzem war er der Einzige, der auf der nicht einmal zehn Quadratkilometer großen Insel Betten vermietete, schon 1977 eröffnete er die erste Taverne. 

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„Die Leute hier träumen nicht von Hotels, Restaurants, Boutiquen. Wir wollen es am liebsten so haben, wie es immer war.“ Allerdings gibt es inzwischen etwas mehr Infrastruktur: 16 Tavernen und neue Gästehäuser, unter anderem der Bürgermeister hat eines am Bootssteg eröffnet, an dem die Reisenden aus Santorin ankommen.

Wer für einen Tag auf der Insel ist, kann die Caldera erwandern, von Riva aus beispielsweise zum Aussichtspunkt Kommates, von wo aus der Blick bis hinüber auf die Hauptinsel Santorin, gen Fira und Oía, reicht; dort, wo das trubelige Leben spielt. Der höchste Berg, Vilós, ist nur 295 Meter hoch. Und während an der Ostküste die Felsen steil gen Meer abfallen, finden sich im Westen eher flache Küstenabschnitte.

Der Hauptort der Insel ist Manolas, hier leben die meisten der Einwohner. Hier, am Ortsrand, hat auch Jimmy Zacharo seine Unterkunft, und hier finden sich einige hübsche Kapellen, Klöster und Kirchen, wie man sie von Fotos von Santorin kennt, etwa die wunderschöne Agios Charalampos, die auf einem kleinen Hügel liegt. 

Allerdings gilt es auch bei Manolas zu beachten: Die Tavernen und Restaurants, die sich vor allem rund um Ormos Korfou mit der hübschen Mühle am Rande des Hauptortes befinden, schließen meist, wenn das letzte Ausflugsboot verschwindet. 

Auch der Süden lässt sich zu Fuß erkunden: Die Tour geht weiter bis an die Südspitze, wo das malerische Kloster Iera Moni Kimisis Theotokou liegt. 

Wer nicht nur einen Tag auf Thirassia verbringen will, sollte jedoch schroffe Natur, Wind, Rauheit und vor allem Ruhe mögen. Denn es gibt zwar ein paar Strände und ein paar Wanderwege, aber die Insel ist doch sehr überschaubar. 

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