Der höchste Gipfel im US-Bundesstaat Oregon ist der Mount Hood – doch einfach ist der Weg nicht. Der kanadische Teenager, der bereits auf 90 Gipfeln war, hatte es am Montag zusammen mit seinen Freunden fast nach oben geschafft, als er vor dem letzten Aufstieg auf dem eisigen Terrain der „Pearly Gates“ abrutschte und die schnee- und eisbedeckte Kopfwand hinunterstürzte. 150 Meter tief! 

Unglaublich: Obwohl der Junge aus Vancouver 150 Meter tief in die „Devil’s Kitchen“ fiel, überlebte er. Mit seiner Kletter-Axt versuchte er noch, das Abrutschen zu verhindern, doch es half nichts. Sein Helm zerbrach zwar bei dem Absturz, doch wie durch ein Wunder hat sich der Teenager nur ein Bein gebrochen, berichtete die „Washington Post“.

Gurbaz Singh hatte in mehrfacher Hinsicht Glück, denn auch die Bergungsarbeiten sind an der Stelle enorm schwierig – obwohl es sich beim Mount Hood um den meistbesuchten schneebedeckten Gipfel der USA handelt! 

„Professionelle Bergsteiger wissen, dass sie in diesem Gebiet nicht stürzen sollten, weil es keine Möglichkeit gibt, sich selbst zu retten“, sagt der in die Rettung involvierte Sergeant Marcus Mendoza. 

Bergretter finden Teenager nach vier Stunden auf 3.200 Metern Höhe

So war es auch schwierig, den kanadischen Jugendlichen aus seiner misslichen Lage zu befreien. Vier Stunden lang, begleitet von einer Live-Übertragung im Lokalfernsehen und auf Twitter, kämpften sich die Rettungstrupps durch das Gebiet, ehe sie den Verletzten in einer Höhe von 3.200 Metern fanden.   

Laut „Washington Post“ versuchen jedes Jahr rund 10.000 Menschen, den höchsten Gipfel in Oregon im Nordwesten des Landes zu bezwingen. Seit 1883 starben dabei mindestens 126 Menschen. Der jüngste Todesfall datiert auf den Februar 2018, als ein 35-Jähriger beim Abstieg ausrutschte und 300 Meter tief fiel. 

Für Gurbaz Singh, der am Dienstag operiert wurde, ist das Kapitel Mount Hood allerdings noch nicht abgeschlossen. Wie sein Vater gegenüber „KATU“ sagte, wolle er zusammen mit seinem Sohn baldmöglichst zurückkehren, „um die Arbeit zu beenden“.