Wenn der Servierwagen über den Gang im Flugzeug gerollt wird und der wohlige Duft von Kaffee durch die Kabine schwebt – für viele Passagiere Genuss pur. Bislang servieren die Flugbegleiter das Heißgetränk, sodass wir es entspannt am Platz schlürfen können.

Doch ein kürzlich gefälltes Urteil des Europäischen Gerichtshof (EuGH) könnte genau das ändern: Eine Familie bekam im Streit mit der mittlerweile insolventen Airline Niki recht. Diese soll das Mädchen, das von einem umgekippten Kaffee an Bord verbrüht wurde, entschädigen. In dem Urteil heißt es, dass Fluggesellschaften haften müssten, insofern der Passagier den Schaden nicht selbst verursacht habe. Ganz gleich, ob dieser auf ein luftfahrttypisches Risiko, wie etwa Turbulenzen, zurückzuführen sei.

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Kind von heißem Kaffe verletzt – droht ein Verbot auf Flügen?

Dass es im Flieger mal ruckelt und beim Ausschank dann was danebengeht, kommt sicher öfter vor. Das vor gut zwei Wochen gefällte Urteil vom EuGH könnte andere Airlines als Vorsichtsmaßnahme zu strengeren Regeln beim Servieren von Heißgetränken bewegen. Darüber berichtet das Finanzmagazin „Forbes“.

Also kein Risiko auf Flügen – diesen Weg gehen bereits einige Airlines, vor allem aus dem südostasiatischen Raum, die tendenziell für Turbulenzen bekannte Strecken bedienen. Sobald das Anschnallzeichen aufleuchtet, werden keine heißen Getränke mehr ausgegeben. Über ein tatsächliches Kaffee-Verbot oder aber andere Vorkehrungen beim Servieren ist bisher jedoch nichts bekannt.