Germanwings-Streik: Mehr als 170 Flüge zu Silvester gestrichen

Germanwings-Streik: Mehr als 170 Flüge zu Silvester gestrichen

Bei der Lufthansa-Tochter Germanwings streiken über Silvester die Flugbegleiter, und das drei Tage lang. Die zuständige Airline Eurowings hat mehr als 170 Flüge abgesagt. Welche Rechte Betroffene haben.

Mehr als 100 Maschinen bleiben wegen des Streiks bei Germanwings am Boden. (Symbolfoto)
Mehr als 170 Maschinen bleiben wegen des Streiks bei Germanwings am Boden. (Symbolfoto)

Foto: imago images / Aviation-Stock

Eurowings hat wegen des angekündigten dreitätigen Streiks der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo für Montag, 30. Dezember, Dienstag, 31. Dezember, sowie Mittwoch, 1. Januar, mehr als 170 Flüge gestrichen, das zeigt eine Übersicht auf der Website. Vor allem betroffen sind Verbindungen innerhalb Deutschlands sowie einige nach Zürich und Wien.

Konkret sind am Montag, 30. Dezember, 58 Flüge ausgefallen. Am Dienstag, 31. Dezember waren es rund 60. Für Mittwoch, 1. Januar, sollen mehr als 70 Flüge entfallen. Der Mittwoch soll nach Planung der letzte Streiktag sein, jedoch hatte die Ufo bereits am Montag mit einer Verlängerung des Ausstands gedroht.

Video: Gemanwings-Streik hat begonnen

Warum der Streik bei Germanwings Auswirkungen auf Eurowings hat? Die Erklärung: Germanwings ist seit Oktober 2015 keine eigenständige Airline mehr, Eurowings hat die wirtschaftliche Verantwortung für sie übernommen. Seither bietet die Airline sämtliche Kurz- und Langstreckenangebote unter einer Marke an. Germanwings ist bis auf Weiteres mit 30 Flugzeugen und 1.400 Mitarbeitern, davon 800 in der Kabine, für Eurowings unterwegs. 

Das können betroffene Germanwings-Passagiere tun

Von Flugstreichungen betroffene Reisende können ihren Flug kostenlos umbuchen oder bei innerdeutschen Verbindungen in ein Zugticket der Deutschen Bahn umwandeln. Auch eine Rückerstattung des Flugpreises ist möglich. Welche Rechte Passagiere noch im Falle eines Streiks haben, liest du in unserem großen Überblick.

Die Gewerkschaft Ufo hatte die Flugbegleiter von Germanwings am Freitag zu einem dreitägigen Streik von Montag, 30. Dezember, 0 Uhr, bis einschließlich Mittwoch, 1. Januar, 24 Uhr, aufgerufen.

Im Tarifkonflikt gab es bereits Anfang November einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik beim Mutterkonzern, rund 1.500 Flüge wurden gestrichen und rund 200.000 Passagiere waren betroffen. 

Ob es im neuen Jahr bei Deutschlands größter Airline Lufthansa sowie Eurowings, SunExpress Deutschland und Lufthansa Cityline Streiks geben könnte, steht noch nicht fest. „Weitere Streikaufrufe werden wir erst nach dem 2. Januar bekannt geben“, so Ufos stellvertretender Vorsitzender Daniel Flohr.

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