Mallorca: Was sich für Urlauber im Jahr 2020 ändert

Mallorca: Was sich für Urlauber im Jahr 2020 ändert

Weniger Müll, mehr Busse, gesperrte Zufahrten: Was Reisende für ihren Mallorca-Urlaub 2020 wissen müssen, verrät der reisereporter im Überblick über (geplante) Änderungen für das nächste Jahr.

Die Lieblingsinsel vieler Deutscher: Das kommt 2020 auf Mallorca-Urlauber zu.
Die Lieblingsinsel vieler Deutscher: Das kommt 2020 auf Mallorca-Urlauber zu.

Foto: unsplash.com/Dennis van den Worm

1. Neues Gesetz gegen Plastikmüll

Der Plastikverbrauch auf Mallorca soll deutlich sinken – dafür soll ein neues Gesetz sorgen. Der Gebrauch von Einwegverpackungen und schädlichen Produkten wie Plastikteller, Plastikbesteck, Plastikbecher, Plastikstrohhalme und Kaffeekapseln sollen eingeschränkt und Plastik dadurch insgesamt eingespart werden.

Das hat auch Folgen für Touristen in Hotels, zehn Ketten sollen bereits ihre Kooperationsbereitschaft signalisiert haben. Konkret bedeutet das: Strohhalme soll es dort nur noch auf explizite Nachfrage geben, es gibt große Seifenspender statt kleiner Mini-Duschgelflaschen, Portionspackungen werden vom Frühstücksbuffet verbannt und Plastikbecher am Pool gehören ebenfalls der Vergangenheit an. 

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2. Neues Verkehrsnetz

Das Verkehrsnetz auf Mallorca wird ausgebaut, das bedeutet für Urlauber: Das Busfahren geht 2020 schneller. Auf der Insel werden 220 neue Busse eingesetzt, das berichten die örtlichen Verkehrsbetriebe.

216 von ihnen sind sogar mit nachhaltigem Antrieb ausgestattet: 198 fahren mit Erdgas, neun haben einen Elektroantrieb, neun weitere verfügen über einen Hybridmotor. Die restlichen vier fahren mit Diesel. 

Mit der neuen Flotte werden zudem die Fahrzeiten zu Tagesbeginn und -ende ausgeweitet, außerdem wird das Streckennetz erweitert: Die Fahrten von Cala Bona und Cala Millor nach Manacor sowie von Campos und Llucmajor nach Palma sind dann beispielsweise 15 Minuten kürzer. 

Im Herbst 2020 gibt es eine Fahrplan-Umstellung der Busse auf Mallorca.
Im Herbst 2020 gibt es eine Fahrplan-Umstellung der Busse auf Mallorca. Foto: imago/Steinach
Insgesamt soll es ab Herbst 2020 37 Buslinien geben, die Orte im Osten und Süden der Insel mit Palme verbinden. Zwei Beispiele: Die Linie 401 fährt täglich 15-al hin und 15-mal zurück auf der Strecke von Cala Millor über Sa Coma, S'Illot, Porto Cristo, Manacor, Vilafranca, Montuïri, Algaida nach Palma.

Die Linie 501 fährt 14-mal von Manacor über Felanitx, Campos und Llucmajor nach Palma und zurück. Das berichtet die „Mallorca Zeitung“.

3. Gesperrte Zufahrt zum Cap Formentor

Weil zu viele Urlauber mit dem Auto zum Cap de Formentor fuhren, wurde der Verkehr bereits im Sommer 2019 eingeschränkt. Im Jahr 2020 sollen die Regeln an einem der schönsten Aussichtspunkte auf Mallorca noch strenger werden.

Die Gemeinde wünscht sich, dass Autofahrer nur noch bis Port de Pollença fahren dürfen und dort einen Shuttlebus bis zum Leuchtturm nutzen müssen. Dem Inselrat wurde eine entsprechende Bitte zugeführt.

Ein toller Anblick von hier, ein toller Ausblick von dort: Cap de Formentor auf Mallorca.
Ein toller Anblick von hier, ein toller Ausblick von dort: Cap de Formentor. Foto: Höland

4. Rauchverbot an Stränden

Mallorca hat inzwischen sechs Nichtraucherstrände. Nachdem zuerst im Juli die Bucht Cala Estància in Palma, Cala Anguila in Manacor und der Strand Sant Joan in Alcúdia zu rauchfreien Zonen wurden, folgten später im Jahr die Strände Cala Deià, Colònia de Sant Pere und Cala Millor (Gemeinde Sant Llorenç).

Das Rauchverbot soll dazu führen, dass im Sand keine Kippenstummel mehr zurückgelassen werden und dass nicht rauchende Badegäste nicht belästigt werden. Aber: Bislang handelt es sich nur um eine Empfehlung. Strandbesucher, die das Verbot missachten, werden noch nicht bestraft.

5. Gesetz gegen Sauftourismus

Mallorca versucht schon lange, mit verschiedenen Maßnahmen gegen Sauftourismus vorzugehen – nun soll ein neues Gesetz das Problem endlich in den Griff bekommen. Ein Eilgesetz soll noch vor der Hauptsaison 2020 verabschiedet werden und in Kraft treten.

Das balearische Tourismusministerium will beispielsweise Verstöße gegen Auflagen zum Alkoholverkauf und zum Ausschank härter bestrafen. Und Hotels sollen dazu gezwungen werden, Touristen sofort rauszuwerfen, wenn diese beim Balconing erwischt werden. Wer versucht, sich von einem zu einem anderen Balkon zu hangeln, soll mit harten Geldstrafen rechnen müssen.

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