Für viele Passagiere gehört es wie das Amen in der Kirche dazu: An vielen öffentlichen Orten werden wir mit „Damen und Herren“ angesprochen. Doch auf Menschen, die sich nicht einem Geschlecht zugehörig fühlen oder sich schlichtweg nicht für eines entscheiden möchten, könnte das diskriminierend wirken.

An Bord von Easyjet sollen sich alle Gäste willkommen fühlen. Deshalb will die Billig-Airline an ihrer Begrüßung arbeiten. Das obligatorische „Damen und Herren“ beziehungsgweise „Ladies and Gentlemen“ soll aber nicht gänzlich verrschwinden.

Gegen Diskriminierung: Easyjet will Passagiere genderneutral begrüßen

Zumindest nach aktuellem Stand. Wie die Airline gegenüber „CNN“ mitteilte, soll die Crew darum gebeten worden sein, die Passagiere „inklusiver“ zu begrüßen. Eine Art Guideline soll für die sensiblere Ansprache und Kommunikation zwischen Besatzung und Passagieren erarbeitet worden sein.

Was das im Detail meint und ob die Airline weitere Schritte für mehr Genderneutralität plant, lässt sie offen. Ein Fluggast hatte sich bei Twitter über die auf ihn ausschließend wirkende Wortwahl an Bord beschwert. 

Er fragte Easyjet in scharfem Ton, wie oft sie eigentlich zwischen den Geschlechtern differenzieren wollen würde und damit offensichtlich auf binäre Geschlechteridentitäten hinweisen möchte.

Die Airline reagierte auf den Tweet: Bei Easyjet würde weder Passagiere noch Mitarbeiter diskriminieren wollen und lege Wert darauf, Nationalitäten miteinander zu verbinden. Gegenüber „CNN“ stellte der Billig-Flieger klar, dass die inklusivere Ansprache nicht mit der Kritk auf Twitter zusammenhänge.

Damit würde Easyjet einen ähnlichen Weg wie die kanadische Air Canada gehen, die in diesem Jahr die übliche Begrüßung komplett abgeschafft hat. Fluggäste sollen dort ganz einfach mit „Hello everybody!“ willkommen geheißen werden.