Piloten gestehen: In diesen Fällen werden wir nervös

Piloten gestehen: In diesen Fällen werden wir nervös

Beim Fliegen müssen sich Passagiere auf die Piloten verlassen. Aber was ist, wenn diese selbst Passagiere sind? Einige haben ihre Erfahrungen im Netz geteilt. Bei welchen Anzeichen die Profis nervös werden.

Zwei Piloten fliegen der Sonne entgegen.
Auch Piloten tauschen mal die Uniform mit Urlaubsklamotten und lassen sich von den Kollegen fliegen. Worauf achten sie dabei? (Symbolfoto)

Foto: unsplash.com/Ave Chuklanov

Wenn selbst der Pilot am liebsten den Flieger verlassen würde: Über solche und andere Siuationen haben User auf dem Portal „Quora“ diskutiert. Dabei teilten einige, die nach eigenen Angaben als Piloten arbeiten, ihre Erfahrungen und verrieten, worauf sie beim Fliegen achten.

Trigger-Warnung: Wenn du unter Flugangst leidest, dann solltest du genau überlegen, ob du weiterlesen möchtest. Die Warnsignale, auf welche die Piloten achten, können diese auf professioneller Ebene einordnen – während sie dich unter Umständen in Panik versetzen könnten.

1. Die Crew

Natürlich tragen nicht die Piloten allein zum Wohlbefinden an Bord bei. Die ganze Crew gibt uns ein Gefühl von Sicherheit und ist in den meisten Fällen unser erster Ansprechpartner. Auch in dem Thread weisen Piloten darauf hin, dass sie ihren Kollegen und Kolleginnen aufmerksam über die Schulter schauen würden.

Im Notfall müssen schließlich auch sie auf die Professionalität der Crew zählen können. User Russell Jack schreibt, dass er auf Effizienz und Sorgfalt achten würde, beispielsweise bei der Sicherheitseinweisung.

2. Gerüche

Apropos Professionalität: Ein absolutes No-Go ist es, sich unter Alkoholeinfluss ins Cockpit zu setzen. Das wird von den Luftfahrtbehörden strengstens geregelt und bestraft. Jedoch kommt das öfter vor, als uns lieb ist. Erst kürzlich berichtete der reisereporter über vier Piloten, die betrunken bei der indischen Spicejet fliegen wollten. Über den Drogenkonsum und die Leichtsinnigkeit beschwert sich ein anonymer Nutzer. Er würde im Iran als Pilot arbeiten und mit solchen Situationen häufig konfrontiert.

Ein weiterer alarmierender Geruch ist neben der Alkoholfahne aber auch der von Treibstoff oder Hydraulikflüssigkeit. Bei Tom Farrier, der sich als Sicherheitsexperte bei der International Air Transport Association, dem Dachverband für Fluggesellschaften, bezeichnet, gehen dann die Alarmglocken an. Denn diese Gerüche könnten auf Probleme mit dem Triebwerk oder den Tanks hinweisen.

3. Der Notausgang

Vielleicht hast du auch schon mal davon gehört, dass manche Menschen die Sitzreihen bis zum nächsten Notausgang zählen. Grundsätzlich sind die Gänge notbeleuchtet, sodass wir bei einer Ausnahmesituation den Ausgang finden. Im schlimmsten Fall, etwa bei starker Rauchentwicklung, kann das jedoch hinfällig sein.

Der Hack, den wir auch immer wieder in Hollywood-Streifen sehen, scheint laut John Cruise, pensionierter US-Pilot, auch von Profis angewandt zu werden. Das kannst du im Prinzip auch schon beim Boarden unauffällig erledigen.

4. Start und Landung

Wir wissen: Start und Landung sind die riskantesten Phasen. Für uns Laien ist es schwer zu erkennen, welche Bewegungen, Geräusche und Vorgänge möglicherweise unnormal sind.

Alan Matthews, der selbst fliegt, erkannte jedoch einmal eine Abweichung vom gewöhnlichen Flugmanöver. Obwohl die Landung bereits eingeleitet worden war, soll sich das Flugzeug seiner Einschätzung nach zu lange danach in der Luft aufgehalten haben. Er ahnte, dass etwas mit den Landeklappen nicht in Ordnung gewesen sei – und, so erzählt er, tatsächlich sollen diese nach der Landung ausgetauscht worden sein.

Auch Pilot Hachi Ko geht gedanklich alle Routineschritte bei der Landung durch, die bis auf die Sekunde durchgetaktet sind.

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