Die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt der Galapagos-Inseln ist seit 1978 Unesco-Weltnaturerbe. Doch der Lebensraum gefährderter Tierarten wie der Galapagos-Riesenschildkröte und anderer endemischer Arten wie der Meerechse ist bedroht. Overtourism und der Klimawandel bringen das fragile Ökosystems ins Wanken – und nun schwimmt auch noch Diesel vor der Inselküste herum.

Der Kraftstoff war bei einem Schiffsunfall am Sonntag nahe der Insel San Cristóbal ausgetreten. Ungefähr 600 Gallonen, umgerechnet mehr als 2.200 Liter, sollen dabei ins Meer gespült worden sein. Das gab der Nationalpark via Twitter bekannt.

Video zeigt Katastrophe bei Containerverladung vor der Insel San Cristóbal

Unmittelbar reagierte der Nationalpark, errichtete Schutzbarrieren und setzte ölabsorbierende Mittel ein. Das Schiff sank gestern an einem kleinen Pier vor San Cristóbal, als zuvor ein Kran beim Verladen eines Containers zusammengekracht und auf das Schiff gestürzt war. In diesem Video siehst du die missglückte Verladung.

Die Besatzungsmitglieder konnten sich rechtzeitig ins Meer retten, dem ecuadorianischen „El Comercio“ zufolge musste ein Verletzter ins Krankenhaus gebracht werden.

Zwischenzeitig wurde der Notstand auf den Inseln vor Ecuador ausgerufen. Mittlerweile heißt es jedoch, dass die Situation unter Kontrolle sei, berichtet die „France24“. Welche Schäden der ausgetretene Marinediesel angerichtet hat, ist bislang noch nicht klar. Derweil wurde in den Medien Kritik an der Containerverladung vor dem Unesco-Weltnaturerbe laut.

Touristen müssen strenge Regeln bei Besuch der Galapagos-Inseln befolgen

San Cristóbal ist die östlichste Insel von Galapagos – auch dort sind viele Tierarten, darunter Seelöwen und die Galapagos-Schildkröte, beheimatet. Bekannt ist die Insel auch für ihre wunderschönen Strände.

Reisende, die sich auf die Insel begeben wollen, müssen bei ihrem Aufenthalt strenge Regeln befolgen. Wege dürfen nicht verlassen werden, Tauchgänge sind nur mit einem zertifizierten Guide erlaubt, gegenüber Tieren ist ein Mindestabstand von sechs Metern einzuhalten.