1. Museum Barbarini

Was die Eremitage in St. Petersburg, das ist das Museum Barberini für Potsdam. Mit Gerhard Richter (seine Werke gehören zu den teuersten eines lebenden Künstlers), Max Beckmann und DDR-Kunst zieht das Museum Massen in seinen Bann.

Über Monet, Rembrandt und Van Gogh bis hin zu russischen Impressionismus gibt es regelmäßig interessante Wechselausstellungen im schicken Bau am Alten Markt. Eine App führt durch die Ausstellung!

Museum Barberini Potsdam | Adresse: Humboldtstraße 5–6 (Alter Markt) | Öffnugnszeiten: Mittwoch bis Montag von 10 bis 19 Uhr

Eindruck der Ausstellung Abstraktion von Gerhard Richter im Museum Barbarini.

2. Holländisches Viertel

Das Flair im Holländischen Viertel erinnert ein bisschen an Amsterdam, es fehlen nur die Grachten und die Coffeeshops. Die 134 malerischen Backsteinhäuser wirken wie eine Stadt in der Stadt und sind ein Hingucker zu jeder Jahreszeit, die zu einem Spaziergang locken. Kleine Cafés, Läden und Bars prägen die Atmosphäre des Viertels.

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Zur Geschichte: Das in sich geschlossene Viertel sollte handwerklich geschickten Holländer nach Potsdam locken, so zumindest der Plan vom hollandverliebten Wilhelm I., König von Preußen und Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches.

Weil nicht genug Holländer kamen, siedelten sich französische und preußische Händler und Künstler an. Auch wenn der Plan des Markgrafen von Brandenburg scheiterte, ist das Viertel ein echter Hingucker für ein paar Instagram-Shots.

Das Holländerviertel in Potsdam ist ein Touristenmagnet.

3. Mosaik „Der Mensch bezwingt den Kosmos“

Mitten im Stadtzentrum befindet sich ein ideologisches Meisterwerk der DDR-Kunst. Fritz Eisels DDR-Wandmosaik „Der Mensch bezwingt den Kosmos“ am Rechenzentrum ist mehr als 30 Jahre nach dem Mauerfall ein echter Hingucker. Das denkmalgeschützte Kunstwerk ist beschädigt und soll demnächst repariert werden.

Rechenzentrum Potsdam | Adresse: Dortustraße 46 | Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 19 Uhr, Veranstaltungen auch am Wochenende

Das Glasmosaik „Der Mensch bezwingt den Kosmos“ am Rechenzentrum.

4. Alexandrowka

Ein Stück Russland in Potsdam, mit Holzhäusern (russisch: Isba), Park, orthodoxer Kirche und russischem Restaurant. Los geht‘s zu einem Spaziergang mit slawischer Romantik oder „Dawaj, Pojechali“, wie es in Russland heißt.

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Es gibt auch ein kleines Museum, in dem du von März bis Ende Oktober mehr über die Kolonie erfahren kannst. Das Denkmal gehört zum Unesco-Weltkulturerbe Potsda.

Alexandrowka Potsdam | Adresse: Russische Kolonie 2

Ein Stück Russland in Potsdam: Die Kolonie Alexandrowka mit Holzhäusern.

5. Belverde – Potsdam von oben

Der Aufstieg lohnt sich: Von Potsdams Hügel Belverde blickst du an einem klaren Sommertag tief ins Havelland und sogar bis nach Berlin. Ab und zu gibt es am Fuße des 76 Meter hohen Pfingstberges nachmittags kostenlos Jazz und Klassik auf die Ohren.

Belverde Potsdam | Pfingstberg Potsdam

Blick vom Belvedere Pfingsberg Richtung Potsdam.

6. Freiland Potsdam

In dem riesigen Kulturzentrum in der Nähe des Hauptbahnhofs liegen Vereine, Ateliers und Klubs versteckt. In Potsdams „urban Paradies“ treffen sich Studenten, Künstler, Fridays-For-Future-Aktivisten, Kohlegegner und andere Potsdamer.

An den diversen Gebäuden in dem ehemaligen Fabrikgelände findest du Street Art für euren Insagram-Account. Regelmäßig findest du hier auch Upcycle-Workshops, Lesungen, Vorträge, Jamsessions (im Bigloud Jamlcub) und Parties (Spartacus Club). Bier und ein Snack zur Stärkung wird gesorgt.

Freiland Potsdam | Adresse: Friedrich-Engels-Straße 22 | Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag: 19 bis 1 Uhr

Graffiti im Kulturzentrum Freiland in Potsdam.

7. Rechenzentrum

In einem alten Bürogebäude aus den 1970ern trifft sich das kreative Potsdam – und lädt regelmäßig zu Kunstvorstellungen, Vorträgen, Lesungen, Musik- und Filmabenden und Ausstellungen. Die Geschichte: Nach Künstler-Protesten für mehr Freiräume in der Stadt wurde aus dem Abrissobjekt eine Kreativfabrik.

Es ist aber auch einfach so einen Besuch wert – im Erdgeschoss gibt es ein Café und eine Dauerausstellung, man trifft sich auch mal zum After Work. Und vielleicht lassen euch eine der 200 Kreativen mal in ihr Atelier hinter Fritz Eisels „Der Mensch bezwingt den Kosmos“ blicken.

Rechenzentrum Potsdam | Adresse: Dortustraße 46 | Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 19 Uhr, Veranstaltungen auch am Wochenende

8. Filmpark Babelsberg

Wolltest du schon immer mal Peter Lustigs Löwenbauwagen sehen? Mit dem Boot durch Janoschs Panama-Land touren? Sehen, wo GZSZ gedreht wurde? Dann bist du hier genau richtig. Ein Mekka für Kinofreaks sind die Studios in Babelsberg, in denen seit 1912 über 3000 Film- und TV-Produktionen entstanden. Wenn du den Eingang in der Großbeerenstraße durchquert hast, kannst du hier im wahrsten Sinne des Wortes hinter die Kulissen schauen. Du kannst außerdem durch Filmsets touren und in der Traumwerker-Halle bei der Requisite, Maske, Kostüm vorbeischauen.

Ein Film zur über 107-jährigen Geschichte erzählt über die Produktionen unter den Labels Ufa, Defa und des heutigen Studios Babelsberg. Im Restaurant (das stammt aus dem Film Prinz Eisenherz, 1997) kannst du zwischen Rüstungen speisen. Dazu gibt es zahlreiche Imbissbuden und Snackbars auf dem Babelsberger Gelände, also hungern wirst du bestimmt nicht zwischen all den Rampenlichtern.

Filmpark Babelsberg Potsdam | Adresse: Großbeerenstraße 200 | Öffnungszeiten: variieren, mindestens täglich von 10 bis 17 Uhr

Must Do: Ein Besuch im Filmpark Babelsberg.

9. Filmmuseum Potsdam

Aufgepasst, wenn du ein Filmnerd bist! Im ältesten Haus der Stadt bekommst du tiefe Einblicke in die deutsche Filmgeschichte. Sieben Themenräume (Ideenschmiede, Mimen/Masken, Filmkulissenbau, Dreharbeiten, Montage, Musik und Ton und Kino) zeigen anschaulich, wie sich die Filmproduktionen in den letzten Jahrzehnten veränderten.

Außerdem gibt es im einstigen preußischen Reitstall ein Kino, auf dem Spielplan stehen DDR-Experimantalkino, Deutschland, Osteuropa und Hollywood. Das Museum gehört zur Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, vielleicht lernst du nach der Vorstellung ein paar Filmstudenten kennen.

Filmmuseum Potsdam | Adresse: Breite Straße 1A | Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr 

10. Kulturmekka Schiffbauergasse

Zwischen Seen und Schlössern schlägt das kulturelle Herz der Stadt, neben dem Hans-Otto-Theater gibt es zahlreiche Kunst- und Kulturinitiativen, wie zum Beispiel das Waschhaus in einem alten Backstein-Militärgebäude, oder die Kulturfabrik.

Die kulturelle Herzader der Stadt lockt regelmäßig mit Kleinkunst, Poetry Slam, Jazz, Open Air Kino im Sommer und Lesungen von lokalen und interlokalen Künstlern – kommt also am besten abends vorbei. Und checkt am besten Facebook vorher ab, bevor du die Gasse am Tiefen See besuchst. Beim Kulturfestival „Stadt für eine Nacht“ Ende August öffnen alle ihre Pforten.

Kunst- und Kulturquartier Schiffbauergasse Potsdam | Adresse: Schiffbauergasse