Dass der Kaffee im Flieger umkippt, kann jedem mal passieren, auch diesem Mädchen auf einem Flug von Mallorca nach Wien. Ihr Vater hatte den Kaffee bestellt, die sechsjährige Tochter stellte den Becher auf ihrem Klapptisch ab, dann fiel er aus ungeklärten Gründen um. Der heiße Kaffee lief über ihre Brust und verbrühte das Mädchen.

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Kaffee verbrüht Mädchen (6) auf Flug – Airline Niki muss dafür nun zahlen

Dafür verlangte der Vater im Namen seiner Tochter Schadensersatz vor österreichischen Gerichten von der mittlerweile insolventen Airline Niki. Der Europäischen Gerichtshof (EuGH) urteilte nun in der Rechtssache C-532/18: Flugreisende haben bei Verbrühungen durch im Flugzeug umgekippten heißen Kaffee Anspruch auf Entschädigung. Fluggesellschaften müssten haften, insofern der Passagier den Schaden nicht selbst verursacht habe.

Von dieser Pflicht wollte sich Niki zunächst befreien und argumentierte, dass der Unfall nicht auf die Kappe der Mitarbeiter gegangen sei. Außerdem beruhe der Vorfall nicht auf einem „luftfahrttypischen Risiko“. Das sahen die obersten EU-Richter anders: Für den Vorfall im Jahr 2015 hatten die Kläger 8.500 Euro von Niki gefordert.