Truthahn, Känguru und nun auch noch ein Opossum: Die Liste der skurrilsten emotionalen Begleittiere von Flugpassagieren wird immer länger. Während gewöhnliche Vierbeiner wie Katzen und Hunde unter bestimmten Voraussetzungen in der Kabine mitreisen dürfen, gilt das für die Beutelratte bei Jetblue nicht.

Die böse Überraschung gab es für Gerald Tautenhahn und sein Opossum Zatara am Flughafen von Austin. Die Airline verweigerte den beiden den Rückflug nach Kalifornien, erzählte er in einem Interview mit „Fox 7“. Für ihn unverständlich, da er bereits ohne Problem mit Zatara von Kalifornien nach Austin mit derselben Airline geflogen sei.

Opossum darf nicht mitfliegen – trotz Extra-Erlaubnis

Wer nun denkt: „Selbst Schuld, hätte er vorher die Beförderungsbestimmungen besser lesen sollen“, könnte auf dem Holzweg sein, zumindest wenn man Geralds Version der Story kennt. Denn er habe zuvor „alle seine Hausaufgaben“ gemacht, sagt er, und sowohl mit der nationalen Transportbehörde als auch mit Jetblue die Mitnahme von Opossum Zatara geklärt. Eine Ausnahme.

Offenbar wusste die Besatzung nichts von der vermeintlichen Zusage. Der Mann hatte bereits mit Zatara den Platz im Flieger eingenommen, als eine Stewardess ihm die schlechte Botschaft überbrachte. Sie soll ihn vor die Wahl gestellt haben, entweder ohne Zatara nach Kalifornien zu fliegen oder gleich am Boden zu bleiben. 

Gerald entschied sich für sein Haustier und soll daraufhin vier Tage lang in Austin festgesessen haben, bis er einen Flug mit United Airlines für sich und seinen tierischen Begleiter buchen konnte.

Jetblue bestätigt Rauswurf – bei United darf das Opossum mitfliegen

In einem Statement gegenüber „Fox 7“ bestätigte Jetblue den Vorfall: „Auf der Rückreise des Kunden hat eines der Crew-Mitglieder in Austin das Opossum in der Tragetasche entdeckt und festgestellt, dass es weder Hund noch Katze war. Das Besatzungsmitglied informierte den Kunden, dass das Opossum nicht mitfliegen darf.“

Solltest du ein Tier als therapeutische Hilfe mit an Bord nehmen wollen, solltest du zunächst in den Beförderungsbestimmungen der jeweiligen Airline nachlesen und vorsichtshalber telefonisch die Bedingungen erfragen, die von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft variieren und streng durchgesetzt werden.