Die Mengen an Plastikmüll im Pazifik werden immer gewaltiger, momentan ist der Müllteppich dreimal so groß wie Frankreich. Um auf dieses ungeheure Umweltproblem aufmerksam zu machen, schwamm der Franzose Ben Lecomte mitten durch den Müllhaufen und legte dabei mehr als 550 Kilometer zurück. Schon im Jahr zuvor kraulte der Schwimmer 180 Tage lang durch den Pazifik.

Ben Lecomte im Plastikmüll des Pazifiks

Mit einem Boot startete der Franzose von Hawaii aus in Richtung des schwimmenden Müllteppichs, der zwischen den hawaiianischen Inseln und dem Festland der USA treibt. Er funktioniere wie eine Art Strudel, der die größten Mengen des Mülls in seinem Zentrum sammele und nicht mehr loslasse, berichtet der Sender „CNN“.

Ben kannte die Bilder des Müllbergs schon vor Beginn seines Projekts – er wählte den Ort im Pazifik bewusst für sein Vorhaben aus, denn es ging ihm nicht um einen neuen Schwimm-Rekord. Mit seinem 80 Tage langen Schwimm-Marathon wollte er die Plastikmüll-Problematik, für die wir Menschen verantwortlich sind, mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken.

Mikroplastik verwandelt den Pazifik in eine trübe Brühe

Doch die Erfahrungen, die Ben während seiner teilweise achtstündigen Schichten im Wasser sammelte, überraschten ihn. Er rechnete vor allem damit, riesige Ansammlungen von Plastiktüten, Fischernetzen, Getränkedosen und Flaschen zu finden. Die fand er zwar auch, doch am meisten erschütterte ihn die Konzentration des Mikroplastiks.

Winzige Plastikteilchen, die mit dem bloßen Augen zunächst kaum erkennbar sind, trieben permanent um ihn herum und verwandelten das sonst so klare Pazifikwasser in eine trübe Brühe.

Ben und sein Team von Wissenschaftlern sammelten während der Reise Proben an etlichen Stellen, die nun ausgewertet werden und Aufschluss über die Herkunft der unterschiedlichen Plastikarten geben sollen, die sich in dem Müllberg ansammeln.