Urlauber, die an Flughäfen strandeten, Reisende, die mit gepackten Koffern wieder nach Hause zurückkehren mussten: Die Pleite von Thomas Cook traf sowohl Mitarbeiter als auch Kunden schwer. Noch immer bangen auch Kunden der deutschen Thomas Cook GmbH um ihr Geld – auch wenn sie bald immerhin 17,5 Prozent erstattet bekommen sollen.

Firma Fosun will Thomas Cook zurückbringen

Nach der offiziellen Pleite des englischen Mutterkonzerns und der darauffolgenden Insolvenz der deutschen Thomas Cook GmbH kaufte die chinesische Firma Fosun die Markenrechte des Unternehmens. Für rund 12,5 Millionen Euro sollen die Chinesen nicht nur den Markennamen Thomas Cook, sondern auch die Hotelmarken Cook’s Club und Casa Cook gekauft haben.

Urlauberin vor geschlossenem Thomas-Cook-Büro.
Nach der Pleite von Thomas Cook standen etliche Urlauber vor geschlossenen Büros des Konzerns. Foto: imago images/localpic

Zudem gehört dem asiatischen Konzern auch das französische Tourismusunternehmen Club Med und ein Luxushotel mit Wasserpark auf der chinesischen Insel Hainan. Nach dem herben Rückschlag durch die Thomas-Cook-Pleite plane Fosun nun für das kommende Jahr, berichtet ein Insider gegenüber „Bloomberg“. 

Der Name ist Programm

Der Plan: Fosun will die Hotels und Reisen von Thomas Cook wieder anbieten. Allerdings ausschließlich auf einem Onlineportal. Damit erhofft sich das Unternehmen, insbesondere europäische Urlauber anzulocken, denen der Name Thomas Cook ein Begriff ist.

Auch die Hotels und Erlebnisse, die Fosun bereits seit Jahren anbietet, sollen mit den Thomas-Cook-Reisepaketen fusioniert werden und in Zukunft deren Namen tragen. Fosun plane, die Wiederbelebung des Markennamens schon in der ersten Jahreshälfte 2020 in die Tat umzusetzen. Fosun UK wollte sich zu den Gerüchten allerdings nicht äußern.