Der Aeroporto Internacional da Madeira Cristiano Ronaldo gilt als ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Trotzdem dürfen nur speziell geschulte Piloten dort landen, denn die Landebahn birgt einige Gefahren. Zu drei Seiten erstreckt sich der Atlantik, im Westen liegt ein steiler Hang, der häufig für Scherwinde sorge, die Flugzeugen bei der Landung einen bedrohlichen Auftrieb verleihen können, berichtet der „Aerotelegraph“.

Insgesamt 900 Flüge mussten deshalb bei schlechtem Wetter im vergangenen Jahr umgeleitet werden. Die Maschinen landen dann häufig auf der Nachbarinsel Porto Santo, auf Teneriffa oder in Marrakesch. Doch diese Umleitungen sind schlecht für den Tourismus, von dem der Großteil der Inselbewohner abhängig ist.

Anbieter streichen Flüge nach Madeira

Wegen der schwierigen Landung würden manche Reiseanbieter und Fluggesellschaften gar keine Flüge mehr nach Madeira anbieten, berichtet das Luftfahrt-Magazin. In Verbindung mit den zahlreichen Umleitungen sei das ein herber Rückschlag für den Tourismus. Der Inselrat tagte nun, um eine Lösung für das Problem zu finden.

Das letzte tödliche Unglück am Flughafen Funchal ereignete sich am 18. Dezember 1977. Damals stürzte eine Maschine der schweizerischen Airline SATA ins Meer. 36 der 57 Insassen starben bei dem Unfall. Seitdem hat sich einiges geändert. Die Regierung ließ die Start-und-Lande-Bahn mithilfe von riesigen Pfeilern verlängern. Der Bau gilt als Meisterwerk.

Trotzdem kommt es bei spontanen Wetterumschwüngen immer wieder zu Umleitungen. Die regionale Regierung wolle deshalb nun einen Notfallplan ausarbeiten, der den Flughafen von Madeira betriebsfähiger und die Landung leichter machen soll.