Neben den breiten Sandstränden und den besten Atlantikwellen punktet Sal auch mit Wüstenlandschaften, Vulkankratern, Salzseen und kleinen Städtchen mit bunten Häusern. Damit bietet die kapverdische Insel jede Menge Möglichkeiten für Kurztrips. 

Warum nur Kurztrips? Ganz einfach: Sal sieht nicht nur auf der Weltkarte aus wie ein kleiner Farbkleks – auch vor Ort fühlt sich die Insel nicht viel größer an. Denn obwohl es neben Boa Vista vor allem auf Sal den meisten Tourismus und die größten Hotels auf den Kapverden gibt, ist die Insel nur 30 Kilometer lang und zwölf Kilometer breit.

Wenn du aber im Urlaub nicht nur am Strand liegen, sondern auch mal einen Tagestrip machen willst, dann verraten wir dir sieben Highlights, die du nicht verpassen darfst. 

1. Schildkröten-Schutz am Strand

Auf Sal legen Meeresschildkröten ihre Eier an Stränden ab, Touristen können sie dabei beobachten und ein Tier oder sogar ein ganzes Nest adoptieren – und zwar an der Brutstation des Projeto Biodiversidade vor den Hotels Riu Palace und Riu Funana im Ort Santa Maria.

Auf den Kapverden lebt die weltweit drittgrößte Population der Unechten Karettschildkröte – doch sie steht auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Die Naturschützer des Projektes kontrollieren auf Sal die Niststrände. Wenn das Nest an einem ungünstigen Platz gebaut wurde, dann heben die Freiwilligen es aus und bringen es zu einer Brutstation.

Die Namen der Adoptiveltern stehen auf einer Tafel im Sand, wenn die Babys schlüpfen, bekommen die Urlauber Post samt Foto des Nachwuches. An der Brutsaison informieren die Mitarbeiter des Projektes zwischen Juni und November jeden Abend um 17 Uhr über das Projekt – und mit Glück bekommen die Urlauber dabei auch einige Babyschildkröten zu Gesicht.

Geschlüpft! Die Baby-Schildkröten werden von Freiwilligen ins Meer gebracht.

2. Der schönste Strand auf Sal

Wie ein Halbmond schmiegt sich der Strand acht Kilometer um die Südspitze von Sal, entlang des Haupttouristenortes Santa Maria (siehe Punkt 7). Rund um die Resorts und den Hafen ist einiges los, auch an den Stränden.

Ganz besonders schön ist der Kite Beach, er ist eine gute halbe Stunde Fußweg vom Ortskern entfernt. Dieser Strand – der Name verrät es bereits – ist bei Kitesurfern extrem beliebt. Das liegt nicht zuletzt an der dort ansässigen Surfschule. 

Der Kite Beach ist für reisereporterin Maike der schönste Strand auf Sal.

3. Die Salzseen von Pedra de Lume

Der Name Sal (deutsch: Salz) verrät es schon: Salzabbau hatte auf der Insel lange Jahre eine sehr große Bedeutung. Heute findet der fast nur noch für den Eigenbedarf statt, doch die Salzseen von Pedra Lume bestehen immer noch. 

Sie befinden sich in einem niedrigen Vulkankrater, und Touristen können darin schwimmen beziehungsweise schweben. Denn der Salzgehalt beträgt 38 Prozent – und daher kannst du dich dort wie auf dem Toten Meer einfach treiben lassen. Ein echt cooles Erlebnis, das du dir nicht entgehen lassen solltest! Duschen zum Abwaschen des Salzes sind vorhanden, ebenso wie ein kleines Café oberhalb der Saline.

In der Saline Pedra de Lume können Besucher im Wasser schweben.

4. Buntes Fischerdorf Palmeira

Im kleinen Fischerdorf Palmeira wird – zumindest architektonisch – der Einfluss Portugals am sichtbarsten. Denn die Kapverden sind erst seit 1975 unabhängig und waren vorher eine portugiesische Kolonie. Beim Schlendern durch Palmeira siehst du viele kleine, bunte Häuschen, in denen die rund 500 Einwohner leben.

Zudem liegen im Hafen oftmals jede Menge bunter Fischerboote, und im Ortskern befindet sich eine antike Markthalle, in der Händler auch heute noch Fisch, Fleisch und Gemüse verkaufen.

Im Fischerdorf Palmeira dominieren die bunten Häuser portugiesisch beeinflusster Architektur das Bild.

5. Malerische Bucht: Das Blaue Auge

Die meistbesuchte Attraktion auf Sal ist das Buracona Olho Azul – ein beeindruckendes Naturschauspiel! Die Bucht hat zwei Gesichter: Bei starkem Wind branden die Wellen mit Wucht gegen die Felsen. Wenn das Wetter ruhig ist, verwandelt sie sich in ein natürliches Meeresschwimmbecken, in dem Touristen baden können.

Und wenn du Taucher bist, dann kannst du sogar die besondere Unterwasserwelt in der Bucht Buracona erkunden. 

Pro-Tipp: Sei zwischen 11 und 13 Uhr am Buracona, um ein besonderes Ereignis nicht zu verpassen. Wenn die Sonne durch den tiefen Schacht auf das Blaue Auge scheint, dann glitzert es zauberhaft türkisblau. 

Die Bucht Buracona bei stürmischer See – wenn die Wellen nicht so hoch sind, können Touristen hier sogar baden.

6. Botanischer Garten

Auf dem Weg vom Flughafen Richtung Santa Maria wirst du in der wüstenartigen Landschaft irgendwann einen Blick auf üppiges Grün erhaschen. Eine Fata Morgana? Nein, das ist der Botanische Garten Viveiro. Dort blühen jede Menge Kakteen und andere Grünpflanzen. Zudem leben auf dem Gelände Affen, Ziegen und Papageien.

7. Santa Maria

In Santa Maria gibt es einen regelrechten Bauboom, an jeder Ecke des Touristenortes entsteht ein neues Hotel oder Resort. Das nimmt ein wenig des ursprünglichen Charmes weg. Aber: Im Ortskern entlang der Promenadenstraße findest du nach wie vor kleine, bunte Häuser im Kolonialstil, gemütliche Restaurants und Souvenirläden.

Santa Maria befindet sich ganz im Süden der Insel, dort schmiegen sich acht Kilometer Sandstrand an die Küste. Der perfekte Ausgangsort für einen ausgedehnten Spaziergang also. Wendest du dich nach Osten, dann kommst du nach etwa 40 Minuten am Kite Beach (siehe Punkt 2) an, dort ist vor allem zwischen Oktober und Juli einiges los. Denn dann sind die Bedingungen für Wind- und Kitesurfer optimal.

Diese Reise wurde finanziert von Tui. Über Auswahl und Inhalt entscheidet allein die Redaktion.