Familie Wiegand verlor im Juli ihr 18 Monate altes Kind. Baby Chloe fiel beim Spielen mit ihrem Opa aus einem Fenster der „Freedom of the Seas“. Auf Bitten der Eltern, den Großvater nicht für den tragischen Tod verantwortlich zu machen, reagierten die puerto-ricanischen Behörden nicht. Der Prozess gegen ihn läuft.

Die Eltern stehen jedoch hinter ihm und haben Klage gegen die Reederei Royal Caribbean eingereicht. Anwalt Michael Winkleman, der die Familie vertritt, macht klar, dass das „einzige Ziel“ des Rechtsstreits sei, die Öffentlichkeit für die Gefahr eines Fenstersturzes zu sensibilisieren und zu verhindern, dass ein anderes Kind dasselbe traurige Schicksal ereile. Darüber berichtet „CNN“.

Familie verklagt Royal Caribbean wegen des Todes von Baby Chloe

Erst kürzlich äußerte sich der vor Gericht stehende Großvater Salvatore zu dem Drama: Unter Tränen rekapitulierte er die Ereignisse und beteuerte, dass er nicht gesehen habe, dass das Fenster geöffnet gewesen war.

Er vermute, dass er aufgrund seiner Farbenblindheit den Unterschied zwischen einem geöffneten und einem geschlossenen Fenster nicht habe erkennen können. Offenbar sind die Scheiben an Bord leicht getönt.

Mutter: Reederei spiele eine „Hauptrolle“ bei tragischem Tod der Tochter 

Dahingehend richtet sich auch der Vorwurf der Familie. In der Klage soll stehen, dass die Glasscheiben auf dem Deck von jedem Passagier aufgeschoben werden können und nirgendwo Warnungen darauf hindeuten würden.

Chloes Eltern argumentieren, dass die Reederei nicht die Sicherheitsstandards erfüllt habe, damit Gäste nicht aus dem Fenster fallen. Mama Kimberly sagte, die Reederei würde eine „Hauptrolle“ bei Chloes Tod spielen.

Royal-Caribbean-Sprecher Jonathan Fishman soll gegenüber dem Sender „CNN“ einen Kommentar zu den Entwicklungen im Prozess verweigert haben. Er solle nur wiederholt haben, dass die Anteilnahme der Familie gelte und der Opa „derzeit wegen fahrlässiger Tötung strafrechtlich verfolgt wird“.