Mallorca: Schärfere Gesetze gegen Sauftouristen und Balconing geplant

Mallorca: Gesetz gegen Sauftourismus und Balconing

Das Negativ-Image als Partyinsel haftet Mallorca nach wie vor an. Die Regierung will nun ein Gesetz gegen Sauftouristen durchbringen – um die Situation in den „Problemzonen“ in den Griff zu bekommen.

Eine Partygängerin im Megapark auf Mallorca hält ein Schild mit der Aufschrift „Saufen“ hoch.
„Saufen“: Für einige Mallorca-Urlauber – wie hier im Megapark in El Arenal – scheint das das Urlaubsmotto zu sein. Die Balearen-Regierung will das nun ändern.

Foto: imago images/foto2press

Touristen, die sich danebenbenehmen, gehören auf Mallorca zur Tagesordnung. Grund dafür ist in den allermeisten Fällen exzessiver Alkoholkonsum. Seit Jahren versucht die Insel mit verschiedenen Maßnahmen gegen Sauftourismus vorzugehen – nun soll ein neues Gesetz das Problem endlich in den Griff bekommen.

Das balearische Tourismusministerium arbeite an einem Entwurf für ein Eilgesetz, das noch vor der Hauptsaison 2020 verabschiedet werden und in Kraft treten solle, berichtet die „Mallorca Zeitung“. Und anders als bisherige Maßnahmen, wie etwa eine verstärkte Präsenz ausländischer Polizisten, sollen konkrete Maßnahmen den Sauftourismus gesetzlich eindämmen.

Mallorca: Gesetz gegen Sauftourismus in Schinkenstraße und Magaluf

Die Pläne sollen an drei Standorten umgesetzt werden, den sogenannten Problemzonen. Das sind die Partymeilen Punta Ballena in Magaluf und die Schinkenstraße an der Playa de Palma auf Mallorca sowie der Ort Sant Antoni de Portmany auf Ibiza.

Beispielsweise sollen Verstöße gegen Auflagen zum Alkoholverkauf und zum Ausschank härter bestraft werden. Anbieter müssen demnach mit Strafen im fünfstelligen Euro-Bereich rechnen. 

Balconing: Hotels müssen Urlauber sofort rauswerfen

Ein weiterer Punkt betrifft das sogenannte Balconing – immer wieder sterben Urlauber dabei. Hotels sollen mit dem Gesetz dazu gezwungen werden, Touristen sofort rauszuschmeißen, wenn sie vom Balkon in den Pool springen. Wer versucht, sich zu einem anderen Balkon zu hangeln, solle mit harten Geldstrafen rechnen müssen.

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