Nicht ganz billig, aber besonders praktisch und individuell: Eine Skischmiede im österreichischen Innsbruck hat sich ein ganz besonderes Souvenir ausgedacht. Hier können Reisende Skier oder Snowboards selbst bauen. Die Werkstatt Spurart bietet Do-it-yourself-Wochenendworkshops an.

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Skibau dauert nur zwei Tage

Auch Teilnehmer ohne handwerkliche Vorerfahrung, so verspricht das Unternehmen, können dort binnen zwei Tagen unter Anleitung ihr Sportgerät anfertigen und dabei eine Menge lernen. Denn der Bau eines Skis oder Boards ist im Wortsinn Schichtarbeit: Um Skier und Snowboards robust und elastisch zugleich zu machen, bestehen sie aus zahlreichen dünnen Materialschichten – einer sogenannten Sandwichkonstruktion.

Herzstück ist dabei zumeist ein Schicht- oder Vollholzkern aus Esche. Dieser gibt dem Ski oder Snowboard seine stoßdämpfenden Eigenschaften. An und auf diesen Kern werden mithilfe von Epoxidharz Metallkanten, Bambusseitenwangen, etliche Gewebematten aus Glas- oder Kohlefaser, der Fahrbelag für die Unterseite sowie ein dekoratives Holzfurnier für die Oberseite geleimt.

Stichsäge bringt Skier in Form

Schließlich werden all diese Schichten im Vakuum-Pressverfahren untrennbar zu einer Einheit zusammengefügt. Nach dem Pressen sind erneut die Hobbybauer gefragt: Mittels einer Stichsäge und verschiedener Schleifmaschinen und -papiere werden die Skier oder Boards in ihre endgültige Form gebracht.

Es entstehen fahrfertige Sportgeräte, die ihr Erbauer allerdings noch mit der passenden Bindung versehen muss, bevor er damit auf der Piste glänzen kann. Wer den Workshop mit seinem Skiwinterurlaub verbinden möchte, muss für ein Standardmodell 750 bis 850 Euro aus der Urlaubskasse einplanen. In der Zeit von April bis August sind es pro Person 60 Euro weniger.