Viel wurde über den Komodo-Nationalapark auf der gleichnamigen indonesischen Insel in diesem Jahr berichtet. Grund war die zunehmende Bedrohung der dort lebenden Riesenechsen durch den Menschen, illegalen Handel und die Zerstörung des Lebensraumes. Sogar über eine Schließung der Insel Komodo wurde spekuliert.

Nun gibt es Neues von der Dracheninsel: Wie das indonesische Innenministerium entschieden haben soll, soll ab Januar 2021 von Touristen eine Jahresgebühr von 1.000 US-Dollar für den Besuch verlangt werden. Darüber berichtet die Lokalzeitung „Kompas“. 

Hinter der Summe steckt ein System, das eine einjährige Mitgliedschaft vorsieht – zahlungswillige Touristen sollen dann eine Mitgliedskarte bekommen. Wie Präsident Joko Widodo sagte, soll die Heimat der Komodowarane ein „Super-Premium-Reiseziel“ werden, das ab 2021 für maximal 50.000 Mitglieder pro Jahr zugänglich gemacht werden soll. 

Statt Massentourismus: Besuch auf Komodo über 1.000-US-Dollar-Mitgliedschaft

Damit würde sich der eigentlich diskutierte Eintritt von 500 Dollar also verdoppeln. Aktuell zahlen Besucher um die 9 Euro, monatlich kommen mehr als 10.000 Menschen auf die Dracheninsel, die sich rund eine Flugstunde östlich von Bali befindet.

Die meisten starten vom Küstenort Labuan Bajo auf der Insel Flores ihre Ausflugstouren. Mit der hohen Gebühr soll die Wirtschaft angekurbelt werden. Inwiefern die Gelder in Tier- und Naturschutzprojekte investiert werden, bleibt also ungewiss.

Auf der Hauptinsel Komodo leben nach Regierungsangaben derzeit 1.727 Exemplare der Spezies, jedes kann bis zu drei Meter lang und mehr als 70 Kilogramm schwer werden. Die Art lebt auch auf der benachbarten Insel Rinca, dort ist bisher noch keine Eintrittsgebühr vorgesehen.