Warszawa (Warschau)

Von wegen dunkle Jahreszeit. Noch bis zum 23. Februar ist der königliche Park von Wilanów in zauberhaftes Licht gehüllt. In Warschaus Rosengarten leuchten 6000 Blumen in wechselnden Farben. Licht- und Musikshows erwarten dich im Garten der Träume und die Fassade des Sommerschlosses wird zur Projektionsfläche für außergewöhnliche 3D-Mappings.

Wem es da nicht warm ums Herz wird, der muss ins Szeneviertel Praga. Erst ins neue Wodka-Museum, und nach einer Kostprobe des berühmten polnischen Wässerchens gleich weiter in einen der vielen Clubs, in denen die Nächte lang und länger werden.

Gdańsk (Danzig)

Genieße am Ufer der Mottlau den Ausblick auf Danzigs Altstadt.

Eine Stadt ist dir zu wenig für eine kleine Auszeit? Dann nimm doch gleich drei. Zusammen mit dem mondänen Seebad Sopot (Zoppot) und der modernen Hafenstadt Gdynia (Gdingen) bildet Danzig die Dreistadt. Das heißt: dreimal maritimes Flair, dreimal breite Strände, dreimal Nachtleben vom Feinsten, dreimal Kulturgenuss.

Wie ein Schiff wirkt das Solidarność-Zentrum auf der Danziger Werft. Dort wo der Kampf um die Freiheit in Mittel- und Osteuropa begann, erinnert heute eine spannende Ausstellung an diese Zeit. In Sopot lockt die längste hölzerne Seebrücke Europas. Einen Kilometer lang ist der Spaziergang bis zum Ende der Mole und zurück.

Eine gute Einstimmung auf das, was Euch in Gdynia erwartet. Dort finden am 29. März die Weltmeisterschaften im Halbmarathon mit 25.000 Läuferinnen und Läufern statt.

Kraków (Krakau)

Eine Besichtigung der Marienkirche und der Tuchhallen in Krakau lohnt sich.

Tradition wird hier groß geschrieben. Und so bläst seit Jahrhunderten viermal zu jeder vollen Stunde ein Trompeter den berühmten Weckruf Hejnał vom Turm der Krakauer Marienkirche. Dann scheint für einen Moment das Leben in den mittelalterlichen Gassen zu pausieren. Musst du einfach mal erleben.

Und dann weiter das „dolce vita“ auf Polnisch genießen. Praktisch, dass die Händler im Mittelalter so große Keller für ihre Waren brauchten, denn dort lässt sich heute bestens essen und feiern. Als hätte die Altstadt nicht schon genug zu bieten, gibt es noch die hippen Bars im ehemals jüdischen Viertel Kazimierz.

Trendsetter zieht es ins In-Viertel Podgórze ans andere Ufer der Weichsel. Zur alten Stadt passt barocke Musik, die vom 6. bis 13. April beim renommierten Festival „Misteria Paschalia“ erklingt – übrigens auch tief unter der Erde im nahen Bergwerk von Wieliczka.

Poznań (Posen)

Besuche den historischen Marktplatz und das Rathaus in Posen

Für viele die große Unbekannte. Schade eigentlich, denn Posen ist nicht nur Polens wichtigstes Messezentrum und eine florierende Wirtschaftsmetropole, sondern auch eine Stadt zum Genießen. So bunt wie die kleinen Krämerhäuser am mittelalterlichen Marktplatz ist das Kulturleben mit hochkarätigen Festivals und Ausstellungen. Viele freie Tanz- und Theatergruppen haben sich hier angesiedelt. Die Dominsel ist die Wiege des Polnischen Staates, doch trotz einer über 1000-jährigen Geschichte wirkt die Stadt jung und modern. Mehr als 100.000 Studierende sorgen für ein reges Nachtleben. Wie perfekt sich Alt und Neu verbindet, zeigt sich in der Alten Brauerei, einem vielfach ausgezeichneten Kultur- und Einkaufszentrum. Noch bis zum 28. Februar kannst du dort Skulpturen des exzentrischen britischen Künstlers Daniel Lismore sehen.

Łódź (Lodsch)

Kultur- und Einkaufszentrum Manufaktura in einer ehemaligen Fabrik in Łódź

Man muss nicht Theo heißen, um diese Stadt zu mögen. Im 19. Jahrhundert brachte die boomende Textilindustrie sagenhaften Reichtum, wovon noch die prächtigen Fabrikantenpaläste zeugen. Wo früher die Webstühle dröhnten, klingt heute aus wuchtigen Boxen der neue Sound von Łódź.

Andere Backsteinhallen wurden in schicke Lofts und Einkaufszentren verwandelt oder bilden die passende Kulisse für Ausstellungen, Modenschauen und Filmproduktionen. Viele berühmte Schauspieler und Regisseure wirkten in Holly-Łódź und haben ihre Namen auf dem „Walk of Fame“ in der Piotrkowska-Straße hinterlassen.

Die Stadt zieht junge Kreative magisch an – das zeigt sich besonders beim jährlichen Designfestival. Nächstes Mal vom 15.-24. Mai.

Wrocław (Breslau)

Touristenattraktion in Breslau: Die Breslauer Zwerge

Durch die Stadt an der Oder wirst du mit gesenktem Haupt spazieren. Und das aus gutem Grund: Denn überall lauern Zwerge. Kleine fröhliche Wesen, die ihrer Arbeit nachgehen oder gerade chillen. Als Zwerge verkleidet forderten Oppositionelle einst die sozialistische Obrigkeit heraus.

Heute sind Zwerge die Botschafter für das neue, moderne, lebensfrohe Breslau. Hunderte gibt es in der Stadt, vor dem neuen Konzerthaus bilden sie sogar ein ganzes Orchester. In Sachen Musik ist Europas Kulturhauptstadt des Jahres 2016 übrigens ein Riese.

Der Konzertsaal im Nationalen Musikforum spielt in einer Liga mit der Hamburger Elphi, die Oper begeistert mit Mega-Inszenierungen. Jazz vom Feinsten bietet das Festival Jazz an der Oder – die 56. Ausgabe läuft vom 20. bis 26. April.