Mit Flügen verbinden die meisten von uns zunächst mehr Regeln als Vergnügen, oder? Strenge Sicherheitskontrollen und Verhaltensbestimmungen klingen weniger nach einem ausgelassenen Reisevergnügen. Doch viele Airlines wollen Passagieren mit dem Flug ein unvergessliches Erlebnis bieten und so bei ihnen punkten.

Nicht alle setzen dabei auf modernsten Schnickschnack oder besonders guten Service, sondern auf Motto-Flüge. Da kann es schon mal passieren, dass sich der Sitznachbar genüsslich eine Zigarette anzündet.

Rauchen auf Flügen: Eigentlich verboten…

Diese Idee keimte tatsächlich bei zwei Geschäftsmännern aus Florida auf, nachdem in den USA im Jahr 1990 das Rauchen auf sämtlichen Passagierflügen verboten wurde. Das Rauchverbot gilt auch in Europa– paffen wie damals Altkanzler Helmut Schmidt ist für jeden Fluggast tabu. 

Und das wird es wohl auch bleiben, denn die US-Geschäftsmänner scheiterten. Trotz 6.000 verkaufter Mitgliedschaften für eine raucherfreundliche Privat-Airline hoben die „qualmenden“ Flugzeuge nie ab. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin „Forbes“. 

FKK-Flüge in Deutschland: Im Adamskostüm an die Ostsee

Eine andere Vorliebe, die vor allem bei Deutschen gut ankommt, ist FKK. Die Freikörperkultur ist schon längst kein DDR-Phänomen mehr, sondern gelebter Urlaubstrend, der vom Land in die Luft gehen sollte. Anbieten wollte es ein Erfurter Reiseveranstalter auf Flügen an die Ostsee.

Mit Eintritt in den Flieger hätten alle Gäste sich komplett entkleiden können. Anfang Juli 2008 sollte die erste Maschine mit 55 Passagieren abheben, berichtete damals die „Märkische Oderzeitung“, doch nackt landete am Ende keiner auf Usedom.

Das Projekt scheiterte. Enttäuscht? Immerhin haben wir einige Reisetipps nur für Nudisten parat:

Stewardess in Bikini und Glücksspiel an Bord

Ein Hauch von nichts haben die Stewardessen auf Flügen mit VietJet getragen: Die weibliche CEO der vietnamesischen Billig-Airline dachte, dass die tanzenden Flugbegleiterinnen, gekleidet in Bikinis, eine tolle PR-Aktion für eine neue Inlandsverbindungen wären.

Obwohl die Airline laut „Forbes“ nie eine behördliche Genehmigung bekommen haben soll, soll auf einigen ausgewählten Flügen der Hawaii-Flair in Vietnam versprüht worden sein. Fotos des Premierenfluges vor gut sieben Jahren findest du hier.

Ähnlich aufreizend ging es bei „Hooters“ zu – nicht etwa auf dem Boden in den berühmt-berüchtigten Bistros der US-Fast-Food-Kette, sondern in der Luft. Auf Flügen der eigens gegründeten Airline bezirzten zwei „Hooters Girls“ die Passagiere.

„Hooters“-Bedienungen servieren in der Regel in lasziven Outfits das Essen in den Restaurants. Frauenverbände kritisieren das Geschäftsmodell, bezeichnen das als sexistisch. Im Reisegeschäft konnte sich das das Konzept nur drei Jahre lang halten, 2006 war Schluss.

Wenn die scharfen Chicken-Wings „extraheiß“ serviert werden sollen: Die „Hooters Girls“ gehörten für ein paar Jahre fest zur Crew einer Airline.

Fehlen nur noch Glücksspiele für das sündige Erlebnis. Für nur 49 US-Dollar konnten Passagiere hier tatsächlich ihr gesamtes Geld aufs Spiel setzen: Ganze 15 Jahre lang verwandelte die ehemalige Airline Casino Express die Maschinen zu einem Schlaraffenland für Zocker.

Offenbar haben die Macher aber auf die falsche Karte gesetzt: 2005 stellte die Airline den Betrieb ein, seither gab es mehrere Besitzerwechsel.